Haaren - Keine Spur von Frieden an der Friedenstraße

Keine Spur von Frieden an der Friedenstraße

Von: Matthias Hinrichs
Letzte Aktualisierung:
Fühlen sich allein gelassen:
Fühlen sich allein gelassen: Die Bürger im Wohngebiet rund um die Straßen Am Burgberg und In den Atzenbenden haben inzwischen selbst gebastelte Tempo-30-Schilder aufgestellt. Sie fordern, dass das Jahrzehnte alte und soeben neu installierte Nadelöhr an der Friedenstraße wieder beseitigt wird. Foto: Michael Jaspers

Haaren. Von wegen Schleichverkehr: Wenn am frühen Morgen die ersten Raser durchs Wohngebiet rund um die Sträßchen am Burgberg und In den Atzenbenden in Haaren brettern, sind auch die ersten Anwohner „auf 180”.

Da helfe auch die jüngste Maßnahme gegen die Lkw-Karawanen an der Friedenstraße reichlich wenig - im Gegenteil, sagt Klaus-Dieter Goebbels.

Seit die Durchfahrt von gerade einmal 1,90 Metern Breite dort jüngst durch eine veritable Steinmauer zementiert wurde (wir berichteten), mache die viel genutzte Verbindung zwischen Strangenhäuschen und Alt-Haarener-Straße ihrem Namen noch weniger Ehre als vordem, schimpft er.

Zumal der Engpass an der Friedenstraße wegen besagter Verkehrsberuhigungsmaßnahme voraussichtlich noch bis kommende Woche komplett gesperrt ist. Denn auch an der Einmündung zur Alt-Haarener-Straße wird die Fahrbahn zurzeit zurückgebaut.

Goebbels hat in den vergangenen Tagen nach eigenem Bekunden daher bereits über 100 Unterschriften gesammelt. Ziel: Die Politik müsse das Nadelöhr an der Friedenstraße jetzt endlich beseitigen, wettert Gerd Wilms, ebenso wie Goebbels Anwohner am Burgberg. Letzteres gibts im Prinzip nämlich schon seit rund 20 Jahren.

„Aber durch die Verlegung ein Stück weiter Richtung Ortskern kommt es jetzt dort zu noch mehr Staus und entsprechenden Ausweichmanövern”, schimpfen die Anwohner. Immer mehr Pkw und Lkw rollen mitten durchs Wohngebiet, scheren sich im Zweifel herzlich wenig um die wenigen Tempo-30-Schilder und machen aufgrund des zunehmenden Gegenverkehrs selbst vor Bürgersteigen nicht halt - was beim Ortstermin am Donnerstagnachmittag hinlänglich zu beobachten war.

Die Anwohner haben daher inzwischen selbst gemalte 30-Schilder aufgestellt - ohne sich über deren Nutzen allzu große Illusionen zu machen. „Dabei wohnen hier Familien mit Kindern und viele alte Leute”, schimpft Goebbels. „Die Situation ist unerträglich.”

Bislang aber hätten die zunehmenden Proteste weder bei der Verwaltung noch bei Bezirksbürgermeister Ferdinand Corsten Eindruck hinterlassen. Der war für die AZ am Donnerstagabend nicht erreichbar. Die Bürger wollen den Druck jedenfalls jetzt erhöhen: „Die Polizei sollte zumindest verstärkt Verkehrskontrollen durchführen”, finden sie. Und mancher will verstärkt selbst Anzeige erstatten, wenn Autofahrer zu schnell oder gar über die Bordsteine hinweg vor seiner Hautür vorbeifahren.
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