Kein Tempo 30 auf den Aachener Hauptstraßen

Von: au
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Aachen. Die Idee ist kurios: Tempo 30 nachts auf Hauptstraßen einführen, damit die Luft besser wird und der Lärm abnimmt. Leipzig hat es so gemacht.

Der Mobilitätsausschuss beschloss für Aachen jedoch, dass dieses Modell nicht einmal geprüft wird. Peter Blum von der FDP bekundete Zweifel, dass sich daran jemand halten werden. Und Gaby Breuer von der CDU befürchtet gar eine Abzocke, wenn dann mit „Blitzern” Geld gemacht werde.

Das war aber nicht das einzige heiße Thema im Ausschuss, zu dem zeitweise die Bezirksvertretung Mitte dazukam. So ging es um den Umbau der Lütticher Straße ging. Noch vor einigen Tagen gab es eine Bürgerinformation zu dem strittigen Thema. Die Anregung von Michael Janßen (CDU), die Kreuzung Limburger/Körner/Lütticher Straße an diesem Abend zunächst herauszunehmen, fand Anklang. „Wir werden sie in den zweiten Bauabschnitt aufnehmen, dann haben wir Zeit, noch mal zu diskutieren”, erklärte Baudezernentin Gisela Nacken.

Strittig ist die Sache mit denr Parkplatzsituation. „Für den geplanten Außengastronomiebereich beantragen wir, dass es keine Außengastronomie, sondern nur Parkplätze gibt”, forderte Sozialdemokratin Marlies Diepelt. Diesen Antrag lehnten CDU, Grüne, FDP und Linke ab. Der Vorschlag der Verwaltung - aus Rechtssicherheitsgründen - lautete: Der Bürgersteig müsse als solcher ausgebaut werden. In den Sommermonaten sei dann eine Nutzung der Gastronomie möglich.

50.000 Euro sollen indes Aachens Straßen jährlich heller machen. Lange nicht genug für alle geplanten Laternen. Daher gibt es eine festgelegte Reihenfolge nach bestimmten Kriterien. Und die bietet ebenfalls Zündstoff für Diskussionen.

„Klar ist: Alles was teuer ist, kommt nach unten. Statt 20 könnte man auch zehn Laternen aufstellen”, monierte Gaby Breuer (CDU). So stünden einige Laternen schon seit mehreren Jahren auf der Liste. Der Konsens: Die Reihenfolge bleibt zunächst bestehen. Aber bis zum nächsten Jahr sollen neue Kriterien diskutiert werden.

Der Mobilitätsausschuss sprach sich zudem überwiegend für eine Beibehaltung des Anwohnerschutzkonzeptes am Tivoli aus - und nicht wie von der Verwaltung angedacht für ein halbjähriges Aussetzen nach Ende der Spielzeit. „Wir haben uns schon verwundert die Augen über die Vorlage gerieben”, so Breuer.

Und auch die Meinung der Bürger flog ein - per Twitter. „Ich habe knapp 50 Rückmeldungen von Anwohnern bekommen. Fast 70 Prozent wollen das Anwohnerschutzkonzept - teilweise sogar ausgeweitet”, erklärte Michael Servos (SPD). Der Sozialdemokrat forderte zudem eine finanzielle Beteiligung der Alemannia an den Kosten sowie Parkplätze für Mitarbeiter des Tivoli. Gisela Nacken reagierte auf die Kritik: „Wir holen uns nicht gerne Prügel ab. Wir haben gute Gründe das vorzuschlagen.” Darunter seien auch die Kosten.
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