Kein Durchkommen: 20 Minuten Umweg bis zur nächsten Haltestelle

Von: Annika Kasties
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Blockiert: Bis Ende des Monats wird der Weg von der Wendelinstraße zur Trierer Straße voraussichtlich gesperrt bleiben. Foto: Michael Jaspers

Brand. Gern gesehen sind Baustellen selten. Über die rot-weißen Absperrgitter an der Wendelin­straße in Brand ärgern sich die Anwohner zurzeit aber besonders. „Das ist wirklich eine Katastrophe“, sagt Anwohnerin Uschi Brodda. Seit vergangenem Dienstag ist der gut 100 Meter lange Weg von der Wendelin­straße zur Trierer Straße für Fußgänger komplett gesperrt.

Davor habe man noch an dem Bauloch vorbeigehen können, berichtet Brodda. Zum Problem wird die Sperrung für die Anwohner nun vor allem deshalb, weil es sich bei dem Weg um die direkte Verbindung zur stark frequentierten Haltestelle Brand Steinebrück an der Trierer Straße handelt. Und um die einzige.

Hintergrund ist ein Schaden an einer Gasleitung, den die Experten der Stawag unterhalb der Wendelinstraße bei der routinemäßig vorgenommenen Rohrnetzbegehung entdeckt hatten, wie Angeli Bhattacharyya, Pressereferentin der Stawag, am Montag auf AZ-Anfrage mitteilte. Eine Gefahr für die Anwohner habe durch den Schaden an der Gasleitung jedoch nicht bestanden.

Damit das auch so bleibt, müsse der Weg noch bis Ende des Monats für Fußgänger gesperrt bleiben. Denn: Nachdem die Gasleitung im Zuge der Reparaturarbeiten freigelegt worden war, sei das Erdreich „witterungsbedingt zusammengebrochen“. Regen habe den Boden aufgeweicht. „Die Stabilität ist für Fußgänger nicht mehr gegeben“, sagte Bhattacharyya.

Für die Nutzer des ÖPNV mit Ziel Aachen oder Kornelimünster bedeutet dieser Schaden vor allem eins: lange Umwege. Denn anstatt von der Wendelin­straße aus nur wenige Meter bis zur Bushaltestelle Brand Steine­brück zurückzulegen, müssen sie nun bis zu 20 Minuten zu Fuß bis zur Haltestelle Brand laufen, berichtete Brodda – „wenn sie das denn körperlich noch können“. Zudem seien besonders viele Schüler betroffen. Der Unmut in der Nachbarschaft sei dementsprechend groß.

Verstärkt werde dieser auch durch den Eindruck der Anwohner, dass die Arbeiten an der Baustelle nur schleppend vorangehen. Denn abgesehen von den neu aufgestellten Absperrgittern, die den Weg nun gänzlich für Fußgänger sperren, sei, so berichtet es Brodda, in der vergangenen Woche nichts passiert. „Seit Dienstag ruht die Baustelle“, sagt die Anwohnerin. Ein Eindruck, den Bhattacharyya seitens der Stawag jedoch von sich weist: „Auch wenn man an der Baustelle nichts sieht, wird trotzdem gearbeitet.“

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