Aachen - Kein Angst vor diesem Hammer: Versteigerung für Trauerarbeit

Kein Angst vor diesem Hammer: Versteigerung für Trauerarbeit

Von: xen
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„Kunst trifft Kulinarisches“: Uwe Brandt (rechts) fungierte als Auktionator eines Bildes, das Eric Peters für den guten Zweck im La Becasse von Christoph Lang (Mitte) gestiftet hatte. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Es war sein erster Einsatz als Auktionator. Doch das Ergebnis, das Uwe Brandt, Intendant des Grenzlandtheaters und Mitglied des Freundeskreises für Trauerarbeit, im „La Becasse“ mit einem Gummihammer-Schlag besiegelte, klang nicht nach Anfänger.

12.400 Euro bekam der Freundeskreis, um die Trauerarbeitsprojekte der Malteser und der Pfarre Franziska von Aachen zu unterstützen.

Am launigen Talk mit Ingrid Berg und Carina Goßen, den Initiatorinnen des Abends „Kunst trifft Kulinarisches“, und Christof Lang, Inhaber des „La Becasse“ und großzügiger Gastgeber, lag das nicht allein. Brandt hatte glänzende Unterstützung zum einen aus der Küche des Sternelokals mit einem exquisiten Fünf-Gänge-Menü. Zum anderen durch die aus ihrem Rahmen geheimnisvoll dreinblickende Nofretete, für die Brandt just die genannte Summe unter den 40 Gästen zusammen bekam.

Die Schönheit ist ein 2010 entstandenes Werk des Aachener Künstlers Eric Peters, ein in der ganzen Welt erfolgreicher Maler. Einmal im Monat werde er gefragt, ob er ein Bild für einen guten Zweck zur Verfügung stellen könne, „aber ich kann ja meine Bilder nicht immer verschenken“, sagte er im Gespräch mit Brandt. Bei der Anfrage des Freundeskreises habe er allerdings nicht gezögert.

Auch stellte er sich gern als Talkgast zur Verfügung und berichtete von seiner Arbeit und wie seine Bilder zunächst am Computer und später auf dem auf Böschungsmatten selbst geschöpften Untergrund als „Q-bistische Superposition“ entstünden.

Nur einer der Gäste durfte das Gemälde am Ende sein eigen nennen, doch auch die anderen beteiligten sich durch den Besuch des Abends an der guten Sache, da 30 Euro des Menüpreises ebenfalls in die Trauerarbeit flossen.

Und die kommt vielfach Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zugute. „Auch Trauerarbeit mit Erwachsenen ist wichtig, doch wir sind die einzigen in Aachen, die auch für Kinder und Jugendliche – demnächst möglicherweise auch für geflüchtete Kinder – etwas anbieten“, berichtete Berg. „Für das Jugendamt sind wir mittlerweile ein fester Ansprechpartner.“

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