„Kawo III“: Wohnungen für 330 weitere Studenten

Von: Daniel Gerhards
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Platz für 300 Studenten-Wohnungen: Auf dem Parkplatz neben dem „Kawo I“ und dem „Kawo II“ soll bis zum Wintersemester 2014/15 ein weiteres Wohnheim gebaut werden. Foto: Michael Jaspers
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Die Sieger des Architekten-Wettbewerbs: Die beste Arbeit reichte Marius Puppendahl (4. v. l.) ein. Dafür gab es großes Lob von Jury-Mitglied Professor Eva-Maria Pape (5. v. r.) und Studentenwerksgeschäftsführer Dirk Reitz (2. v. r.). Foto: Andreas Hermann

Aachen. 4441 Plätze gibt es in den Wohnheimen des Aachener Studentenwerks. Und die sind alle belegt. Wegen der aktuell großen – und voraussichtlich auch in den kommenden Jahren riesigen – Nachfrage nach studentischem Wohnraum sollen weitere Wohnungen folgen. Bis zum Wintersemester 2014/15 sollen am Kastanienweg 300 Wohneinheiten für 330 Studenten entstehen.

Für die Konzeption der Gebäude, die auf dem Parkplatz der bereits bestehenden Wohnheime „Kawo I“ und „Kawo II“ gebaut werden sollen, holten die Planer Vorschläge von Architekturbüros aus ganz Europa ein. Der Sieger des ausgelobten Wettbewerbs wurde am Dienstag vorgestellt. Der beste Entwurf für das „Kawo III“ stammt von der Firma Puppendahl Architekten aus Olfen. Der erste Rang ist mit 15.000 Euro Preisgeld dotiert. In dem Entwurf sind die vier vorgesehenen Gebäude „winkelförmig“ angelegt.

Es gibt einen gemeinsam nutzbaren Freiraum für die Bewohner. Zudem sind die meisten Wohnungen nicht zum lauten Pariser Ring ausgerichtet. Das findet Lob von der Jury um Professor Eva-Maria Pape vom Architektenbeirat. Insgesamt sei das Niveau der Wettbewerbsbeiträge „erstaunlich hoch“ gewesen, sagt Pape. Mit den Höfen zwischen den Gebäuden wolle man der „gefühlten sozialen Kälte“ begegnen, sagt Architekt Marius Puppendahl. Dort sind „Gemeinschaftsbereiche, in denen man sich treffen kann“, und Lesebereiche geplant.

Ob der Siegerentwurf so wie er vorgestellt wurde, tatsächlich realisiert wird, ist derzeit noch offen. In den kommenden Wochen haben die Architekten der besten drei Vorschläge die Möglichkeit auf die weiteren Forderungen des Studentenwerks einzugehen. Mit im Rennen sind noch die zweitplatzierten pbs Architekten Gerlach, Krings, Böhning aus Aachen (12.000 Euro Preisgeld) und der drittplatzierte freie Architekt Maximilian Wetzig aus Ulm (10.000 Euro Preisgeld). Nun geht es darum, welcher Planer die meisten Pluspunkte sammeln kann.

In die entscheidenden Überlegungen fließe die Wirtschaftlichkeit sowie die Realisierbarkeit von Brandschutzmaßnahmen und Fluchtwegen ein, sagt Studentenwerksgeschäftsführer Dirk Reitz. „Wir haben sehr schöne Entwürfe bekommen. Wir müssen nun abwägen, welches Projekt wir unter den gegeben Bedingungen am ehesten realisieren können“, sagt er. Neun Millionen Euro sind für den Gebäudekomplex eingeplant – exklusive entwurfsabhängiger Kosten für die Neuordnung der Autostellplätze und ähnlichem.

Für das Studentenwerk kann es nun gar nicht schnell genug gehen. Denn der Ansturm der Studenten auf die Aachener Hochschulen ist in vollem Gange. Mit dem doppelten Abiturjahrgang, in diesem Sommer, wird sich die ohnehin schon zugespitzte Situation auf dem studentischen Wohnungsmarkt weiter verschärfen.

Den Bauantrag möchte das Studentenwerk noch in diesem Jahr genehmigen lassen, bezugsfertig sollen die Wohnungen zum übernächsten Wintersemester sein. Wenn das „Kawo III“ fertig ist, werden in Aachen vorerst keine weiteren Studentenwohnheime gebaut. Reitz: „Das wird das letzte Wohnprojekt des Studentenwerks. Ende des Jahrzehnts sollen die Studentenzahlen wieder zurückgehen.“

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