„KaWo 3“: Neuer Platz für 344 Studierende am Kastanienweg

Von: Katharina Menne
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Dirk Reitz, Geschäftsführer des Studentenwerks, versenkte bei der Grundsteinlegung eine „Zeitkapsel“.

Aachen. Etwas unbeholfen verteilten der Vorsitzende des RWTH-Studierendenausschusses, Fabian Kommer, und Wohnheimratssprecher Sebastian Müller den Mörtel auf dem Grundstein für das neue Wohnheim „KaWo 3“ am Kastanienweg.

Aber sie seien ja immerhin keine Baufachleute, lachten die beiden. Nach guter Tradition wurden bei der gestrigen feierlichen Grundsteinlegung Baupläne der neuen Wohnanlage, ein Satz Euromünzen sowie die beiden aktuellen Aachener Tageszeitungen in einer Zeitkapsel verstaut und eingemauert. Rund 70 Beteiligte und Unterstützer wohnten der Zeremonie bei strahlendem Sonnenschein bei.

„Wir sind gut im Zeitplan und kommen prima voran – auch dank des milden Winters“, freute sich Dirk Reitz, der Geschäftsführer des Aachener Studierendenwerks. Laufe weiterhin alles nach Plan, könnten bereits Anfang 2017 die ersten Bewohner einziehen. Wie zur Bestätigung seiner Worte, wurden während der Grundsteinlegung gerade die ersten Fertignasszellen für die insgesamt 244 Wohneinheiten angeliefert und installiert.

Die Kellerfundamente für die geplanten vier L-förmigen Gebäudekomplexe, die höhenversetzt angeordnet und über Freitreppen miteinander verbunden werden sollen, sind bereits vollständig vorhanden. Auf einer Gesamtfläche von rund 14.000 Quadratmetern sollen künftig 344 Studierende nicht nur wohnen, sondern auch „viel Raum haben zur Entfaltung, für ein Leben in Gemeinschaft und für interkulturellen Austausch“, so Reitz.

300 Euro für 23,5 Quadratmeter

Dazu sollen unter anderem große Innenhöfe, ein Klubraum, ein Fitnessraum, Spiel- und Liegewiesen, ein Obstgarten sowie ein Grillplatz beitragen. Hier werde schließlich nicht nur der Grundstein für ein neues Wohnheim, sondern auch der Grundstein für die berufliche und soziale Zukunft vieler junger Leute gelegt, waren sich alle Beteiligten einig. Die Planungen sehen außerdem Angebote für eine Aufwertung des gesamten Viertels vor. Eine Car-Sharing- und eine Paketstation sowie ein Kiosk mit einer breitgefächerten Produktpalette sollen auch den anderen Anwohnern zur Verfügung stehen.

Das gesamte Bauprojekt, das über einen städtebaulichen Planungswettbewerb an das Architekturbüro Puppendahl aus Olfen im Kreis Coesfeld vergeben wurde, wird etwa 31,5 Millionen Euro verschlingen. Finanziell unterstützt wird das Studierendenwerk dabei vom Bauministerium des Landes NRW. „Durch die großzügige Förderung wird es möglich sein, die 23,5 Quadratmeter großen Appartements für All-inclusive-Mieten von 300 Euro anzubieten“, sagte Jochen Kühn, der Bereichsleiter des Gebäudemanagements beim Studierendenwerk. Ziel sei es, insbesondere den einkommensschwachen Studenten entgegen zu kommen. Aktuell stehen trotz fortgeschrittenen Semesters immer noch rund 3000 Bewerber auf der Warteliste und hoffen auf einen Wohnheimplatz.

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