Katzen-Café: 16 kleine Pfoten garantieren für entspannten Tag

Von: Eva Onkels
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Das Wohl der Tiere wird bei ihr groß geschrieben: Miriam Klubertz hat in Aachen ein Katzencafé eröffnet. Bisher gab es dieses Angebot in Deutschland lediglich in Berlin, München und Köln. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Ruby sitzt ganz brav im Schaufenster und beobachtet die Straße, während drinnen an den Tischen die Gäste bei dezenter Jazzmusik Cappuccino, Minztees oder vegane Getränke genießen und mit ihrem Bruder Leo spielen können.

Immer wieder bleiben draußen vor dem Schaufenster Leute stehen, manch einer späht verzückt ins Innere hinein. Aachen ist seit Kurzem um eine Attraktion reicher. Denn in der Kaiserstadt hat Miriam Klubertz Deutschlands viertes Katzencafé eröffnet. Damit steht Aachen in einer Reihe mit deutschen Großstädten wie Berlin, München und Köln.„Ich habe mir gedacht, wenn nicht jetzt, wann dann?“, erzählt Klubertz.

Sie hat in Aachen Wirtschaft studiert, hat acht Jahre in einer großen Software-Firma gearbeitet und dann den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt: „Schon als Studentin habe ich von einem eigenen Café geträumt.“ Sie hörte von einem Katzencafé in New York und fand die Idee auf Anhieb gut. Als Inspiration besuchte sie verschiedene Katzencafés, unter anderem das erste Katzencafé auf europäischem Boden im fernen Wien.

Der Eröffnung ging ein langer Weg voraus. Ein Konzept musste erarbeitet werden, in dem sowohl das Wohl der Tiere als auch die Vorgaben des Amts für Lebensmittelüberwachung berücksichtigt werden mussten. Die Anforderungen sind umfangreich: ein Rückzugs- und Ruheraum für die Tiere, genügend Katzenklos, Futter- und Wassernäpfe und Schlafmöglichkeiten.

Im Café selbst muss es ein Spiel- und Kratzangebot geben, die Theke katzensicher gestaltet und eine Schleusenlösung für den Eingang geschaffen werden. Auch zwei schwierige Sachkundeprüfungen musste Miriam Klubertz sowohl in Köln als auch bei dem Veterinäramt der Stadt Aachen ablegen, bevor sie überhaupt das Café eröffnen durfte. „Die Ämter waren gründlich, aber fair“, betont Klu-bertz.

Ganz wichtig ist ihr das Wohlbefinden der vier Katzen, Ruby, Leo, Klick und Marlon: „Die Katzen sind hier König, und wenn es den Katzen gut geht, geht es auch den Menschen gut.“ Die vier Tiere hat Klubertz aus dem Tierheim. Sie sind äußerst menschenbezogen und Wohnungskatzen, weshalb das Leben im Katzencafé ihnen nichts ausmacht.

Die Vierbeiner tollen zwischen den Gästen herum, lassen sich streicheln und manchmal schlafen sie sogar auf dem Schoß eines Gastes ein. Ein Ort, an dem jeder, nicht nur Vier- sondern auch Zweibeiner, sich ganz entspannt zurücklehnen können.

Neben den Katzen bietet das vollständig im Vintage-Stil gehaltene Lokal auch viel für den Gaumen. Fairtrade-Kaffee, Biomilch, frische Tees und eine wechselnde Auswahl an vegetarischen und veganen Gerichten runden das Bild eines Cafés, das auf Nachhaltigkeit setzt, ab.

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