Katharina Schmidt: Mit neuen Liedern ein Erlebnis auf der Bühne

Von: Eva Onkels
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Neues Programm mit eigenen Liedern: Katharina Schmidt feierte eine gelungene Premiere in der Klangbrücke. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Katharina Schmidt ist für die Bühne geboren, das sah man der Tänzerin in ihrem kurzen Kostüm an. Voller Selbstbewusstsein stand sie jüngst auf der Bühne in der Klangbrücke und präsentierte ihr neues Programm: „Katharina Schmidt – ‚Best of‘ … und mehr!“

Zu Beginn des zweistündigen Konzertes erklärte sie, was „und mehr“ bedeutete: Sie sang erstmals eigene Lieder. Die Texte hatte sie selbst verfasst, die Musik stammte von Andreas Biertz, der sie schon lange am Klavier begleitet, und von Heribert Leuchter. Zu den einfachen Texten hatten die beiden Musiker eingängige Kompositionen geschrieben.

Katharina Schmidt begann das Konzert dann mit einem Klassiker: „Eine Frau mit Vergangenheit“. Das durch Zarah Leander bekannt gewordene Lied passt gut zu Schmidts Leben, die zeitlebens auf der Bühne stand und ans Aufhören nicht denkt. Mit 40 Jahren begann sie nach ihrer Karriere als Bühnentänzerin mit dem Gesang.

Den ersten eigenen Song des Abends, „Wahnsinn“, bezeichnete sie als autobiografisch. „Ich singe, tanze, lebe“ sang sie voller Freude. „Erlauben Sie Ihrer Tochter nie ‚stripzuteasen‘“, sang Schmidt in Günter Neumanns „Enthüllungen einer Stripteasetänzerin“ und zog sich vor dem Publikum etwas weiter aus. Eine kleine Änderung erfuhr Lothar Brühnes „Ich brech' die Herzen der stolzesten Frau'n“, bei denen sich die Frau'n kurzum in „Herrn“ verwandelten.

Aktualität

Roman Chornyi und Philipp Koriath begleiteten im Anzug die Künstlerin auf der Bühne. Das Interessante an ihrem Programm war und ist die Aktualität der ausgewählten Lieder. Liebe, Individualität, Frausein, alles fand Platz in dem bunten Potpourri aus musikalischen Dauerbrennern. Ob mit „Ich bin eine Frau, die weiß was sie will“ oder einem weiteren neuen Stück „Kerngesund“, Katahrina Schmidt beschrieb sich in vielen Situationen selbst.

Daher ist es vielleicht besonders wichtig, dass sie vor „La vie en rose“ sagte: „Ich stehe hier auf der Bühne, nicht Edith Piaf“. Und vielleicht ist es deshalb auch überhaupt nicht schlimm, dass die Gesangskunst nicht im Mittelpunkt stand. Denn es ging nicht nur um Vokalakrobatik, sondern um das Bühnenerlebnis Katharina Schmidt, und für das gab es jede Menge Applaus vom Publikum.

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