Karlspreisverleihung: EU-Spitzen sind dabei

Von: Stefan Herrmann
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Papst Franziskus reist am Mittwoch zum Weltjugendtag.

Aachen. Die Rechnung ist so einfach und macht sie gerade deswegen reichlich kompliziert. Doch bei Stadt und Karlspreisdirektorium ist man davon überzeugt, dass man die Hausaufgaben in den kommenden Wochen zur Zufriedenheit (fast) aller erledigt.

Denn bei einem ganz normalen Karlspreis passen 750 Gäste in den Aachener Krönungssaal. Nun ist der Karlspreis 2016 aber eben kein normaler Preis. Die Verleihung an Papst Franziskus findet am 6. Mai in Rom statt.

Und das bedeutet: Nur 500 Gäste dürfen in der Sala Regia im Vatikan dabei sein – also rund 250 weniger als in Aachen. Doch OB Marcel Philipp und Karlspreisdirektoriums-Sprecher Dr. Jürgen Linden sind zuversichtlich, dass auch diese komplexe Gleichung am Ende aufgeht.

Der Countdown läuft. Gerade einmal zwei Monate bleiben noch, bis die Zeremonie über die Bühne geht. Das Programm für die gut anderthalb Stunden lange Veranstaltung im Vatikan steht. Neben dem Preisträger sollen dabei vor allem die Spitzen der drei großen EU-Institutionen entscheidende Akzente setzen.

Sowohl Parlamentspräsident Martin Schulz als auch Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Donald Tusk, Präsident des Europäischen Rates, werden im Rahmen der Verleihung sprechen, wie Linden und Philipp am Freitag verkündeten. Linden knüpft hohe Erwartungen an die Statements der EU-Politiker und erhofft sich nicht weniger als eine „Konkretisierung der europäischen Strategie“ in Zeiten der wohl größten Krise des Staatenbunds.

Ein Anliegen, das Marcel Philipp besonders am Herzen liegt, ist es, den Karlspreis trotz des Auswärtsspiels in Rom auch 2016 in Aachen präsent zu halten. Davon profitiert in diesem Jahr vor allem der Jugendkarlspreis (3. Juni, 19 Uhr), der von der RWTH in Aachens beste Stube, den Krönungssaal, wandert. Die jungen Preisträger präsentieren sich nach der Verleihung zudem auf dem Markt. Auch hier schon dabei: Martin Schulz. Anschließend soll ein Konzert auf einer Bühne am Markt stattfinden. Wer auftritt? „Die Feinplanungen laufen noch“, so OB Philipp.

Der 6. Mai, also der Freitag nach Christi Himmelfahrt, soll dann im wahren Wortsinn zum Brückentag werden. Zum einen möchte man den Bogen von Rom per Liveübertragung ab 12 Uhr in den Aachener Krönungssaal spannen, zum anderen soll es im Rathaus, das ab 10.30 Uhr geöffnet sein wird, ein Rahmenprogramm unter anderem mit einer kurzen Telefonschaltung nach Rom und interessanten Talks geben. Mit im Boot sitzen auch der Aachener Arbeitskreis „Dialog der Religionen“ und das städtische Informationsbüro „Europe Direct“.

So wird dieser Tage noch an vielen Stellen gezogen und gezurrt, um für diesen besonderen Karlspreis einen besonderen Rahmen zu schaffen. Dass die Rechnung am Ende ein klares Ergebnis auswirft, davon sind alle Akteure überzeugt: ein starkes Signal für Europa.

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