Karlspreis: Viel Prominenz ebnet Van Rompuy den Weg

Von: Ines Kubat
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Aachen. Von allen Zinnen Aachens tönt es derzeit: „Karl, Karl, Karl!“. Überall steht der Frankenherrscher im Mittelpunkt. In vielfältiger Manier prägt nun auch das Programm rund um die Verleihung des diesjährigen Karlspreises den Aachener Veranstaltungskalender.

 Am Himmelfahrtstag, dem 29. Mai, empfängt Herman Van Rompuy, Präsident des Europäischen Rates, die internationale Auszeichnung als 55. Preisträger. Und bis dahin haben Veranstalter und Interessierte mit rund 40 Veranstaltungen in Aachen und der Region ein straffes Programm vor sich.

In erster Linie gibt es – entsprechend dem politischen Anspruch des Preises – viele Vorträge und Debatten rund ums Motto „Quo vadis, Europa?“: Themen wie die schwelende Eurokrise, die Beziehung zu Russland und Preisträger Van Rompuy selbst stehen im Fokus. Darüber hinaus bieten kulturelle Highlights von Filmen bis hin zu Ausstellungen wieder zahlreiche Schmankerl.

Entscheidungshilfen vor der Wahl

Das vielfältige Programm zeuge von Qualität und Tiefe, findet Oberbürgermeister Marcel Philipp: Es ermögliche, sich auch im Hinblick auf die Europawahl sehr gut zu informieren und mitzudiskutieren.

Der Sprecher des Karlspreisdirektoriums, Dr. Jürgen Linden, macht auf zahlreiche Höhepunkte neugierig: „Keine Angst vor Europa“ – davon wollen am 6. Mai die EU-Abgeordneten Sabine Verheyen und Sven Giegold mit dem vormaligen Parlaments-Präsident Prof. Klaus Hänsch und Klaus Welle, Generalsekretär des EU-Parlaments, überzeugen. Am 12. Mai geht es in einer Journalistendebatte von Brüssel-Korrespondenten renommierter Zeitungen um die Frage, warum Europa wichtig ist. Die Veranstaltung, die von AZ-Chefredakteur Bernd Mathieu moderiert wird, findet um 19.30 Uhr im Kasino des Zeitungsverlags, Dresdener Straße 3, statt.

Über die Wirtschaftskrise redet Professor Hans Werner Sinn, Präsident des ifo-Instituts, am 19. Mai; zur zukünftigen Energieversorgung spricht Günther Oettinger, ehemaliger Ministerpräsident von Baden-Württemberg und amtierender EU-Kommissar, am 21. Mai.

Einen besonderen Fokus im Rahmenprogramm wollen die Veranstalter von Stadt und Karlspreiskuratorium wieder auf den Dialog mit jungen Menschen richten: Schüler, Studenten und Vertreter der Jugendparteien setzen sich in zahlreichen Veranstaltungen kritisch mit der EU auseinander – zum Beispiel am 7. Mai, wenn die Frage lautet: „Welches Europa wollen wir?“. Auf Einladung des Aachener Rotary Clubs diskutieren vier junge Menschen mit namhaften Gästen. Eingeladen sind der ehemalige NRW-Ministerpräsident und Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement, Polens Ständiger Vertreter in der EU, Dr. Marek Prawda, Dr. Werner Hoyer, Präsident der Europäischen Investitionsbank, und Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff.

Auch die Jugend wird geehrt

Die Zukunft Europas wird auch am 27. Mai im Mittelpunkt stehen, wenn der Jugendkarlspreis vergeben wird. Denn neben der traditionellen „großen“ Ehrung im Krönungssaal wird noch anderen Auszeichnungen ein feierlicher Rahmen verliehen – darunter bei der Verleihung des Polonicus-Preises am 10. Mai und der Médaille Charlemagne am 22. Mai.

Vor dem großen Festakt mit Hermann Van Rompuy im Rathaus, werden am 28. und 29. Mai auf dem Katschhof wie gewohnt Bands aufspielen, mit Diskussionen rund um Europa wird sodann auf die Live-Übertragung der Verleihungszeremonie eingestimmt.

Weitere Infos zu Terminen, Uhrzeiten und Örtlichkeiten gibt es in den Broschüren, die in allen öffentlichen Institutionen und bei Partner-Einrichtungen ausliegen.

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