Aachen - Karlspreis: 700 wollen den Papst (fast) live sehen

Karlspreis: 700 wollen den Papst (fast) live sehen

Von: red
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Großes Stühlerücken: Obwohl die eigentliche Verleihung in diesem Jahr in Rom stattfindet, muss Rathaus-Hausmeister Heinz Spees im Aachener Krönungssaal trotzdem kräftig anpacken. 700 Besucher werden am Freitag zur Liveübetragung erwartet. Foto: Michael Jaspers

Aachen. „Public Viewing“ mal anders: „Ausverkauft“ lautet das Motto, wenn am Freitag die Übertragung des Karlspreises im Krönungssaal über die Leinwände flimmert. Alle 700 Plätze für die Aachener Feier der Zeremonie in Rom sind seit langem ausgebucht.

Es gibt keine freien Plätze mehr, teilte das Presseamt der Stadt Aachen mit. Über 700 Menschen wollen die Liveübertragung im Rathaus verfolgen. Das ZDF wird – ebenso wie der WDR und der Bayrische Rundfunk – die Zeremonie im Fernsehen live übertragen.

Die Verleihung des Karlspreises 2016 an Papst Franziskus in der Sala Regia im Apostolischen Palast beginnt um 12 Uhr und wird etwa 90 Minuten dauern. Im Aachener Rathaus können sich die Menschen schon ab 11 Uhr auf die Zeremonie einstimmen. Einlass in das Rathaus ist ab 10.30 Uhr.

„Dialog der Religionen“

Durch die Veranstaltung „Karlspreis Live“ im Aachener Krönungssaal führt Pfarrer Christoph Stender, Leiter des Mentorates für Lehramtsstudierende der Katholischen Theologie an der RWTH Aachen. Das musikalische Rahmenprogramm wird der Klarinettist Reinald Noisten gestalten. Unterstützt wird er dabei von dem Percussionisten Shanmugalingam Devakuruparan. Beide Musiker sind Mitglieder der Klezmer Weltmusikband Ensemble Noisten und waren bereits u. a. mit ihrem Projekt Klezmer trifft Derwisch trifft Palestrina zu Gast in Aachen. Der Arbeitskreis „Dialog der Religionen“ wird zusammen mit der Integrationsbeauftragten der Stadt Aachen, Heidemarie Ernst, eine multireligiöse Friedensfeier integrieren.

Vertreten sein werden im Rathaus auch die Europa-Union Aachen, die Jungen Europäischen Föderalisten Aachen, der Europastudiengang MES der RWTH Aachen sowie die Studierendenvereinigung AEGEE-Aachen und nach der Veranstaltung das Gespräch mit den Gästen suchen.

Das Team von Europe Direct wird im Rathaus-Foyer umfangreiches Informationsmaterial und ein unterhaltsames Europa-Quiz anbieten. Auf Einladung von Europe Direct wird auch die erste Station der sogenannten „reisenden Europa- Skulptur“, das „Steinerne Buch“ der Künstlerin Suna T. O. P. im Rathaus-Foyer zu sehen sein. Dieses auf ein Jahr angelegte Projekt will Menschen aus unterschiedlichen Religionen, Lebenslagen und Kulturen eine Botschaft zu den Themen Europa und Glaube senden. Die Künstlerin hofft und wünscht sich anregende Gespräche und viele Botschaften aus Aachen, die sie dann auf ihre Skulptur übertragen kann. Als Start für ihr Projekt hat sich die Künstlerin den Originalort der Verleihung des Internationalen Karlspreises – das Rathaus – ausgesucht, auch wenn die Verleihungszeremonie in diesem Jahr in Rom stattfindet.

Kunst im Grashaus mitgestalten

Übrigens: Am Montag, 9. Mai, können Interessenten in der Zeit von 9 bis 16 Uhr im Grashaus, Fischmarkt 3, zur Künstlerin und ihrer Skulptur kommen. Im Grashaus baut Suna T.O.P. die fast zwei Meter hohe Skulptur mit mehreren Seiten und keramischen Fliesen auf. Die Botschaften, die bereits auf den jeweiligen Seiten stehen, geben Hinweise und Inspiration für die Betrachter, die sich dann im Gespräch und Austausch mit der Künstlerin und anderen selbst eine Botschaft überlegen können.

Diese neue Botschaft schreiben die Besucherinnen und Besucher auf eine „leere Seite“ in Form einer Leinwand. Die Leinwand dient der Künstlerin als Vorlage, um später im Atelier die Botschaften als Interpretation mit Glasuren auf neue Fliesen einzubrennen. Suna T.O.P. hofft und wünscht sich viele Inspirationen aus Aachen, die sie dann künstlerisch auf Fliesen verewigen und mit auf die Reise nehmen kann.

Aachen wird der Auftakt der reisenden Skulptur sein, die nächste Station ist vom 26. bis 28. Mai der Jugendkirchentag im hessischen Offenbach. Danach geht es über viele Stationen bis zum Mai 2017 nach Wittenberg/Berlin zum Reformationsjubiläum 500 Jahre Luther.

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