Karlsfest zum 1200. Todestag: Massig Mittelalter-Flair

Von: Stefan Herrmann
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Ganz im Zeichen des Kaisers: Das Karlfest am 26. Januar bildet den Auftakt für den Feiermarathon 2014. Zum Todestag des Stadtpatrons haben die Organisatoren einiges auf die Beine gestellt. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Auf die Plätze, fertig, Karl! Wenn am letzten Januarsonntag das Karlsfest im Rathaus gefeiert wird, fängt der frühe Karl die Wurst. Denn die 100 ersten Namensvettern (selbstverständlich auch in der weiblichen Form Karla oder in Kombinationen wie Karl-Heinz oder Karl-Peter) erhalten am 26. Januar eine Karlswurst gratis.

Damit nicht genug: Im Jahr des 1200. Todestags Karls des Großen haben die Organisatoren ein buntes Programm zusammengeschnürt. Schließlich ist dies der Auftakt zum großen Karlsjahr 2014. Ein Überblick.

Dann geht‘s los: Das Pontifikalamt um 10 Uhr im Aachener Dom mit Bischof Heinrich Mussinghof bildet den Auftakt zum Karlsfest. Zeitgleich öffnet auch das Rathaus seine Pforten. Und zwar sprichwörtlich bis in den letzten Winkel: Unter anderem können das Büro von Oberbürgermeister Marcel Philipp sowie Weißer, Rats- und Krönungssaal besichtigt werden. Auch kostenlose Führungen durch das markante Bauwerk werden alle 30 Minuten angeboten. Um 11.30 Uhr startet das mittelalterliche Treiben. Das Karlsfest endet schließlich um 17 Uhr.

Die Sache mit der Wurst: Die „Aachener Aixtra Fleischer“ kredenzen traditionell ihre Karlswurst. Das schmackhafte Mett-Kräuter-Produkt nebst deftigem Gemüseeintopf gibt es selbstverständlich nicht nur für des Kaisers Namensvetter. „Der Erlös des Verkaufs kommt dem Rathausverein zugute“, erklärt Fleischermeister Robert Wolf. Die Karlswurst ist inzwischen markenrechtlich geschützt. Das Öcher Original findet dieser Tage übrigens auch auf internationalem kulinarischen Parkett Beachtung und wird auf der Grünen Woche – der Lebensmittel-Messe in Berlin – vorgestellt.

Ein bisschen Spaß muss sein: Mit der richtigen Portion Lockerheit und nicht allzu steif möchte man den großen Kaiser auch in diesem besonderen Jahr würdigen, betont OB Philipp. Die Wurst-Aktion für die ersten 100 Karls und Karlas passt da genau hinein. Für letztere gilt: Ausweis oder Führerschein nicht vergessen, um die Gratis-Leckerei abzustauben!

Alles andere als bierernst soll es auch bei den Limburger Rittern zugehen: Es gibt Met, Schautänze im Krönungssaal und Kämpfe auf dem Markt, einen Falkner und dieses Jahr erstmalig auch einen Gaukler, wie „Ober-Ritter“ Lothar von Limburg (beziehungsweise Lothar Albrecht) verrät. „Wir bringen den Mittelalter-Touch ins Rathaus“, sagt der prachtvoll kostümierte Schwertträger. Den Honigwein, den bereits Kaiser Karl vor über 1200 Jahren in seiner Aachener Residenz verköstigte, spricht Lothar von Limburg übrigens spezielle Kräfte zu: „Unser Met ist nicht nur sehr schmackhaft, sondern er schützt auch vor Erkältungen.“

Ohne sie geht nicht‘s: Vor dem Rathaus beziehen traditionell die Hellebarden der Rathausgarde Öcher Duemjroefe Stellung und die Karlsschützen gestalten das Rahmenprogramm von der Messe im Dom bis zur Feier im Krönungssaal fleißig mit.

So geht‘s weiter: Das Karlfest findet seit über zehn Jahren traditionell am letzten Januarwochenende statt. Der Todestag des karolingischen Kaisers ist jedoch auf den 28. Januar 814 datiert. Am exakten Jahrestag (Dienstag, 28. Januar), ist laut Marcel Philipp ebenfalls etwas von Stadtseite geplant. „Was genau, verraten wir in einigen Tagen“, möchte der OB die Spannung aber noch ein wenig hochhalten.

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