Karls Schätze kleiner als erwartet?

Von: alba
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Aachen. Es sind zwar noch drei Jahre hin, dennoch scheint bereits heute klar, dass die beiden geplanten Jubiläumsausstellungen nicht in dem gewünschten Rahmen möglich sein werden.

So werde etwa die Ausstellung „Karls Schätze” im dann fertigen Centre Charlemagne am Katschhof womöglich komprimierter ausfallen als zunächst angepeilt.

600.000 Euro für beide Ausstellungen kommen von der Stadt. Kulturdezernent Wolfgang Rombey betonte, das bislang „aus Zeitgründen” keine konkreten Drittmittel akquiriert werden konnten, „wir wollen aber unbedingt die Wirtschaft begeistern”, betonte er auf der Sitzung des Betriebsausschuss Kultur. Einen Gesamtbetrag von zwei Millionen Euro gelte es zusammenzubringen. Zu diesem Zweck soll im Sommer eine Hochglanzbroschüre erscheinen, um für Zuschüsse zu werben. So oder so soll bei den Ausstellungen nicht die „Glorifizierung” Karls im Vordergrund stehen. Kulturbetriebschef Olaf Müller spricht sich dafür aus, das auch die Wirtschafts- und Sozialgeschichte und der Alltag der Zeit um 814 nachhaltig dokumentiert werde soll.

Betroffen von den nicht zuletzt den Einsparungen in Sachen Städtebauförderung geschuldeten Einschränkungen sind nach derzeitigem Stand auch bereits geplante Stationen der Route Charlemagne. Nach der geplanten Eröffnung des ansprechenden Centre Charlemagne könnte dann vorerst einmal Schluss sein. Route-Koordinator Thomas Müller gab dem Betriebsausschuss für das Centre aber vielversprechende Einblicke in die aktuelle Arbeit, wonach bereits rund 1500 Exponate und „Altertümchen” gesichtet worden seien, die für die Dauerausstellung am Katschhof in Frage kommen.

Unerwartete Mehrkosten

Das Zeitungsmuseum in der Pontstraße, dessen Neueröffnung für den 8. Juli geplant ist, erfährt jedoch in jedem Fall eine echte Aufwertung, weg von der reinen Ausstellungsfläche hin zum modernen wie facettenreichen Medienzentrum. Unerwartet sind dabei Mehrkosten in Höhe von 126.000 Euro aufgetaucht, da bei Grabungsarbeiten im alten Hof des Gebäudes Reste von Mauerwerk zutage kamen, die Umplanungen nötig machten. Dem Wissenschaftsteam blieb da nur die Bemühung einer Archäologenweisheit: „Wenn sie in Aachen graben, finden sie garantiert etwas”.
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