Karls-Gilde ist aktiv gegen die Gleichgültigkeit

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
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Aachen. Während im Oktogon und in der Chorhalle des Domes Besucher die Schönheiten der Aachener Marienkirche bewunderten, hatten sich in der seitlich gelegenen, schlichteren Nikolauskapelle die Mitglieder der Karls-Gilde Aachen zu einem abendlichen Gottesdienst zusammengefunden.

Anlass war das 20-jährige Jubiläum der Gründung ihrer Gilde am 15. Mai 1996 durch sieben Aachener Persönlichkeiten.

Und wie bereits bei der Pontifikalmesse am Gründungstag war auch jetzt Bischof em. Heinrich Mussinghoff der Zelebrant. So erinnerte er auch in seiner Predigt daran, dass die 20 Jahre der Karls-Gilde mit denen seiner Amtszeit als Bischof ungefähr zusammenfallen. Konzelebrant war Domkapitular August Peters und Dieter Gillessen begleitete musikalisch an der Orgel en Gesang der Anwesenden. Zu ihnen gehörten auch als Gründungsmitglieder der Gilde, die heute noch in Aachen leben, Josef Schneiderwind und Helmut Schmitz.

Welche Ziele und Aufgaben stellt sich die Karls-Gilde Aachen mit ihren derzeit 31 Mitgliedern? Bereits kurz nach dem Zweiten Weltkrieg hatten sich katholische Laien in deutschen Städten zusammengeschlossen, um sich am geistigen Wiederaufbau des Landes zu beteiligen. Sie gründeten ein gemeinsames Cartell, das seit 1954 den Namen „Cartell Rupert Mayer“ trägt.

Insgesamt sind es in Deutschland 30 Gilden mit etwa 1100 Mitgliedern. „Für sie bleibt es ein Auftrag unserer Zeit: die Gestaltung des Lebens nach katholischen Grundsätzen, die Pflege der Freundschaft und Mitwirkung an der Verwirklichung einer christlichen Gesellschaftsordnung, sehen wir doch eine zunehmende Ausbreitung von rechtem Gedankengut und eine erschreckende Gleichgültigkeit gegenüber christlichen Werten“, hieß es im Grußwort von Dr. Peter Reinöhl, Vorsitzender der Karls-Gilde Aachen, beim gemeinsamen Abendessen im Ratskeller, an dem auch der Cartellvorsitzende Hans-Michael Hornberg teilnahm.

„Wir sind ein Freundeskreis mit christlichem Fundament, in dem man sowohl im privaten, wie auch im Berufsleben christlich engagiert spürbar wird“, so Ansgar Stöcker.

Die monatlichen Treffen dienen dem Erfahrungsaustausch und der Fortbildung durch Vorträge zu religiösen und sozialpolitischen Themen. Der Name „Karls-Gilde Aachen“ aber zeige die Verbundenheit mit unserer Heimatstadt und stelle gleichzeitig auch den Bezug zum Aachener Dom her, dem Dom Karls des Großen.

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