Karl Peters zeigt Fotografien im Kulturwerk

Von: Svenja Pesch
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Er fotografiert stilvoll Sachen, die ihm im Alltag begegnen: Karl Peters stellt noch bis zum 15. September im Kulturwerk in den Aachen-Arkaden an der Trierer Straße aus. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Wenn andere Leute mit Stift und Papier die besonderen Momente ihres Lebens festhalten und sich Jahre später beim Blättern der Seiten an all das erinnern, was war, braucht Karl Peters nur eins, um Momente für die Ewigkeit festzuhalten: seine Kamera. Der gebürtige Dürener präsentiert im Kulturwerk Aachen Fotografien aus den 1980er Jahren bis in frühen 2000er.

30 Jahre lang arbeitete Peters als Fotograf und Bildstellenleiter beim Forschungszentrum Jülich, wobei er schon vor dieser Zeit eine Affinität für die Fotografie besaß. „Vor allem auf Reisen fotografiere ich Sachen, die ich am Alltag sehe. Mein Stil erinnert an die Becher-Schule Düsseldorf. Alles ist sehr minimalistisch, und die Farbflächen wirken im Zusammenspiel“, erzählt Peters.

Mexiko, Südfrankreich, New York oder England sind nur einige der Orte, die er besucht hat. Dabei braucht Karl Peters neben den üblichen Reiseutensilien vor allem eins: Geduld. Passendes Licht, ein Auge für die teilweise banalen Sachen des Alltags sowie der perfekte Augenblick können mitunter auf sich warten lassen. „Das Foto mit dem Wolkenkratzer hat beispielsweise lange gedauert, da leider eine gefühlte Ewigkeit keine Wolke am Himmel vorbeizog, ich aber genau dieses Motiv wollte. Naja, irgendwann war es auch mir dann zu aufwendig, und ich habe eben einen Wolkenkratzer ohne Wolke abgelichtet, “ ergänzt Peters.

So erinnert er sich beim Anblick seiner Arbeiten immer auch an die Situation und die Momente, die dahinter stehen. Wie die Aufnahme einer Kirmes-Rückansicht im französischen Metz, die seiner Frau und ihm auf der Durchreise aufgefallen ist, oder das Motiv einer Häuserfassade in England, auf der die linke Seite in blau, die rechte in weiß gestrichen ist. Aber auch in seinem eigenen nahen Umfeld findet Karl Peters Motive, die den Betrachter einerseits mit einer Alltäglichkeit konfrontieren, andererseits aber auch mit den dahinter stehenden Motiven und Kombinationen von Farben und Materialien.

Die Aufnahme zweier VW-Käfer von 1989, die auf einemAutofriedhof in Aachen gemacht wurden, lassen bei längerem Betrachten die klaren Strukturen und die Reduktion auf das Wesentliche deutlich werden. Und für Karl Peters selbst sind das Anschauen und Erzählen über seine Werke immer wieder wie eine kleine Reise in die Vergangenheit.

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