Karl der Kleine wirft einen Blick auf sein Aachen

Von: alp
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Alfred Neuwald und der kleine Karl: Aus Begeisterung zu Aachen hat der gebürtige Hamburger die Figur entworfen, die im Karlsjahr auf besondere Weise von sich Reden macht.

Aachen. Natürlich: Es geht um den großen Karl. Nicht erst seit heute. Seit mehr als 1200 Jahren. Aber der Frankenherrscher hat Konkurrenz bekommen. Oder soll man sagen: einen treuen Wegbegleiter? Der „kleine Karl“ macht seit Monaten von sich Reden.

Dank Alfred Neuwald, der die Comic-Figur zum Leben erweckt hat. Und pünktlich zum Start der großen Ausstellungen zum großen Karl, findet Karl der Kleine seinen Platz im Lokalteil der Aachener Zeitung – als witziger, ironischer, mal nachdenklicher, aber immer positiv gestimmter Kolumnist. Karl – Blaublut mit Bart, güldener Krone und rotem Umhang – hat dank Alfred Neuwald alias „Neufred“ stets einen wachsamen Blick auf das Öcher Geschehen. Beispiel Karlsausstellungen: Der kleine Karl kann es natürlich gar nicht aushalten, dass es endlich losgeht – wenn er auch eine etwas andere Pointe findet...

Eigentlich ist Alfred Neuwald ja ein waschechtes Nordlicht. Ein gebürtiger Hamburger. Aber die Übersiedlung nach Aachen ist ihm auch emotional bestens geglückt. „Ich habe begonnen, Karl der Kleine-Comics zu zeichnen, um meiner Begeisterung für Aachen Ausdruck zu verleihen“, sagt er ganz selbstbewusst. Wenn auch der rheinische Singsang nicht ganz seine Sache ist – man nimmt ihm das Angekommensein in der neuen Heimat ohne Weiteres ab.

Aachen hat der Vater von zwei Töchtern vor gut 30 Jahren als Studienstadt gewählt, weil es hier erstens eine gute Fachhochschule für visuelle Kommunikation und Grafikdesign gibt und „weil Belgien, das Land des Comics, so nahe ist“. Neuwald griemelt, wenn er an die FH und die Comics denkt: „Das war wirklich verpönt an der Hochschule.“ Eine damals noch weitverbreitete Haltung, weil der aus Amerika stammende flotte Pinselstrich als künstlerisch minderwertig galt. „Das hat sich im Laufe der Jahre dann doch ordentlich gewandelt“, sagt der Zweiundfünfzigjährige, Comiczeichnen ist heute als Kunstform etabliert.

Auch für Aprilscherz zu haben

Und so erobert der kleine Karl Comic für Comic sein Aachen. Seine Liebe zu den Printen haben die Öcher schon in Buchform kennengelernt. Am 1. April tauchte urplötzlich eine Karlsmünze mit dem Konterfei des Kaisers auf – allerdings nicht des großen, sondern des kleinen Karls. April, April...

Ausstellungen haben Neufreds Comics bereits gewürdigt, sie haben ihren Platz in Aachen. Und jetzt auch im Lokalteil. Willkommen, Karl der Kleine!

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