Aachen - Karl der Kleine und seine bunten Abenteuer im Land der Franken

Karl der Kleine und seine bunten Abenteuer im Land der Franken

Von: Ines Kubat
Letzte Aktualisierung:
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Karl der Kleine hat einen neuen Kumpel - und ist endlich Held eines eigenen Buchs: Der AKV und Illustrator Alfred Neuwald schicken den Comic-Helden und AKV-Maskottchen "Barki" auf eine Reise in die Karolingerzeit. Mit AKV-Präsident Dr. Werner Pfeil, OB Marcel Philipp (v.l.), Marcel Emonds von der Mayerschen Buchhandlung und Elferrat David Lulley (2. und 1. v.r.) freut sich Autor und Zeichner Alfred Neuwald (Mitte) über die gelungene Kooperation. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Fröhlich lacht der bärtige kleine Herr mit Krone vom Thron herab, während seine viel zu kurzen Beine über dem Boden baumeln: Karl der Kleine, der mit seinem Freund Barki versehentlich in die Vergangenheit gereist ist, hat nämlich ganz zum Missfallen seines Namensvetters Karls des Großen kurzerhand auf dessen Thron Platz genommen.

 So viel zumindest verrät das Coverbild des druckfrischen Comic-Buchs „Karl der Kleine bei den Karolingern“, das ab sofort zu haben ist.

Manch einer hat vielleicht schon die liebevollen und amüsanten Comicstrips des Aachener Zeichners Alfred Neuwald rund um die Erlebnisse des kleinen Karls kennen und lieben gelernt. Die sind jedoch bisher nur als Sammelband kurzer pointierte Anekdoten erschienen. Pünktlich zum Karlsjahr bekommt nun die Hauptfigur, die so vernarrt in Printen und die Stadt Aachen ist, auf rund 40 Seiten ihre erste komplette Geschichte.

Der Aachener Karnevalsverein übernimmt dabei die Rolle des Verlags, erklärt Alfred Neuwald. Die Idee zu einer eigenen Geschichte mit dem Kleinen Karl sei gemeinsam mit AKV-Präsident Dr. Werner Pfeil und Elferrat David Lulley entstanden. Deshalb tritt auch das AKV-Maskottchen Barki, dem Vernehmen nach übrigens ein Urenkel des Bahkauvs, als Begleiter der sympathischen Hauptfigur auf.

„Ich hatte unglaublich viel Spaß beim Zeichnen und hoffe, dass das beim Lesen auch rüber kommt“, freut sich Neuwald. Und tatsächlich ist es die Liebe zu den Details, die auch Dr. Werner Pfeil in dem Comicbuch als bemerkenswert herausstellte. Insgesamt habe Neuwald bis zum Drucktermin rund zehn Monate gebraucht. Allein an einer Seite sitze er durchschnittlich eine Woche: „Da steckt viel Arbeit hinter, die man beim Lesen nicht sieht und auch nicht sehen soll“, so Neuwald.

Neben dem Zeichnen, Kolorieren und Texten hat der Comic-Liebhaber intensiv zur Aachener Geschichte recherchiert. Denn die spielt in seinem Werk eine essenzielle Rolle: Als sich Karl der Kleine und sein bester Freund Barki eine App zur Erkundung der Stadt Aachen herunterladen, ahnen sie nicht, dass diese einen fatalen Programmierungsfehler enthält.

So betrachten sie gerade noch auf den Rethelfresken im Krönungssaal Kaiser Karl bei der Fällung des sächsischen Heiligtums, des Irminsul-Baums, als sie plötzlich in die Karolingerzeit katapultiert werden und kurz darauf tatsächlich ihre Köpfe vor herunterstürzenden Ästen einziehen müssen. Und so geraten die unfreiwilligen Zeitreisenden in turbulente Schwertkämpfe, lernen Karl persönlich und auch so manche Zeitgenossen wie Alkuin oder Fastrada kennen. Schließlich werden sie sogar noch eingesperrt. Ob und wie ihnen die Flucht ins 21. Jahrhundert gelingt, wird nicht verraten...

Oberbürgermeister Marcel Philipp freut sich, dass es auch neben den großen Karls-Ausstellungen solch eine originelle Umsetzung von Aachener Geschichte gibt: „Das ist Kreativität, die ansteckt.“ Außerdem habe das Buch auch bei ihm wieder das Interesse an Comics geweckt. Und an diesem Interesse scheint es in Aachen keineswegs zu mangeln: Schließlich findet am Wochenende die Comiciade – eine zweitägige Messe rund um die gezeichneten Helden vieler Geschichten – im Ludwig Forum statt. Dort darf Karl der Kleine auch nicht fehlen: An einem eigenen Stand ist der Karnevalsverein mit dem Buch vertreten, und der „Vater“ vom kleinen Karl und Barki, Alfred Neuwald, wird vor Ort seine Helden zeichnen.

Im Mai wird sich außerdem eine ganze Ausstellung im Internationalen Zeitungsmuseum der Entstehung der Comics widmen und die Arbeit von Neuwald dokumentieren, so Dr. Werner Pfeil.

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