„Karl der Kleine“ geht auf Reisen

Von: Carolin Cremer-Kruff
Letzte Aktualisierung:
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„Karl der Kleine“ als Malbuch: Illustrator Alfred Neumann alias „Neufred“ hat sich viel einfallen lassen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Der Aachener Dom in pink? Die Stolberger Burg in grün? Das Rote Haus in Monschau ausnahmsweise mal gelb? Kein Problem. Zumindest auf dem Papier können solch farbenfrohe Phantasien ab jetzt nach Herzenslust ausgelebt werden.

Die Städteregion Aachen hat ein Malbuch herausgegeben, in dem Karl der Kleine, die beliebte Figur aus den gleichnamigen Aachener Comics, eine kunterbunte Reise durch die Städteregion unternimmt. Die Zeichnungen darin stammen wie gehabt von dem Illustrator Alfred Neuwald alias „Neufred“.

Elf Stationen laden zum Ausmalen ein. Dabei erhält jede der zehn Gemeinden ihre eigene Seite, auf denen Karl der Kleine mal zu Fuß, mal hoch zu Ross, mal auf Inlineskatern oder vom Tretboot aus die jeweiligen Wahrzeichen und Stadtwappen präsentiert. So dürfen auf den gleich zwei Aachen-Seiten Dom, Printe, Pferde und das historische Rathaus nicht fehlen. Stolberg hingegen ist bekannt für seine Burg, Druckknöpfe und die Galmeiveilchen, Monschau für das Rote Haus, Kunst und Senf, Roetgen für seinen Drachenbrunnen.

Fast gleicht das Malbuch einem kleinen Wimmelbuch, in dem es Seite für Seite eine Menge zu entdecken gibt. „Ich habe selbst während der Erstellung des Malbuchs noch viel über die Region erfahren, zum Beispiel über die Bockreiter in Herzogenrath“, erzählt der gebürtige Hamburger Neuwald, der seit 1982 in Aachen lebt und arbeitet. Er freut sich, dieses Wissen nun in Form seiner Zeichnungen an die kleinen Bürger der Städteregion weitergeben zu können. Denn nicht nur der Spaß am Ausmalen soll im Vordergrund stehen, sondern auch das spielerische Kennenlernen der eigenen Region.

Im Übrigen können auch ältere Kinder und Erwachsene zu den Buntstiften greifen, wie Neuwald in Anlehnung an den derzeitigen Trend der Erwachsenen-Malbücher betont. Denn obwohl die meisten Zeichnungen kindgerecht einfach gehalten sind, finden sich an der einen oder anderen Stelle auch sehr detailreiche Zeichnungen, die beim Ausmalen viel Fingerspitzengefühl erfordern. „Hätte ich bei manchen Zeichnungen zu viel weggelassen, wäre der Charakter des einen oder anderen Bauwerks einfach verloren gegangen“, erklärt Neuwald.

Und überhaupt: Die Erstellung des Malbuchs war alles andere als kinderleicht. Die ausgewählten Wahrzeichen mussten ansprechend arrangiert werden, Proportionen auf einer kleinen Fläche im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Viel musste Neuwald ausprobieren und umstellen, bis es schließlich passte. Da kamen ihm seine beiden Töchter im Alter von acht und zehn Jahren gerade recht. „Sie haben schon vor der Veröffentlichung das Malbuch getestet und es für gut befunden“, schmunzelt der 54-Jährige.

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