Aachen - Kanalerneuerung: Im Hof wird es unterirdisch

Kanalerneuerung: Im Hof wird es unterirdisch

Von: Stephan Mohne
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Unten drunter statt mittendurch: Der komplizierte Kanal- und Fernwärmeleitungsbau im Hof, der nach Karneval starten soll, wird von der Stawag unterirdisch geplant. Foto: Harald Krömer

Aachen. Der Hof als eine einzige große Baugrube? Undenkbar. Denn das würde das Leben auf einem der meist frequentiertesten Plätze der Innenstadt komplett lahmlegen. Keine gemütliche Außengastronomie, keine Hof-Konzerte – eine düstere Vorstellung. Und doch: Tatsächlich rücken nach Karneval am Hof die Bautrupps an. Der alte Kanal unter dem Platz muss wie so viele Leitungen in der Innenstadt erneuert werden.

 Eine schwierige Aufgabe für die Stawag, denn sie muss den Spagat zwischen den nötigen Arbeiten und den Bedürfnissen der Bürger, Touristen und Geschäftsleute hinbekommen. Deshalb wird der Hof nicht aufgerissen. Die Stawag wird den Kanal dort mit einem unterirdischen Verfahren sanieren. Das geschieht in ähnlicher Weise derzeit bereits an der Ritter-Chorus-Straße beziehungsweise in der Johannes-Paul-II.-Straße.

Laut Stawag-Sprecherin Corinna Bürgerhausen wird es ein „Eingangsbauwerk“ neben der Treppe vor der dortigen Jugendkirchenprojekt Kafarnaum geben. Von dort aus arbeite man sich wie im Bergbau voran. Bis alles erledigt ist, wird ein Jahr vergehen.

Und warum wählt man dann dieses weit weniger belastende Verfahren nicht immer? „Weil es erheblich aufwendiger ist – sowohl zeitlich wie auch bei den Kosten“, so Bürgerhausen. Mit diesem Verfahren komme man maximal einen Meter pro Tag voran. Angesichts der Archäologie in der Innenstadt eher weniger. Im und am Hof wird der Kanal auf diese Weise Richtung Krämerstraße und Büchel sowie der umliegenden Gassen erneuert.

OB schaltet sich ein

Die Baustellenliste für 2013 wird überdies anders ausfallen, als zunächst geplant. Oberbürgermeister Marcel Philipp hat sich nämlich persönlich eingeschaltet und auf die Bremse getreten. Der Innenstadt soll nicht noch einmal ein solcher „Baustellenwahnsinn“ wie im vergangenen Jahr zugemutet werden. Im Verwaltungsvorstand war das auch bereits Thema.

So wird der Kanal in der unteren Hartmannstraße zunächst nicht erneuert. Die Maßnahme hätte bedeutet, dass der obere, gerade erst wieder eröffnete Teil erneut gar nicht oder nur mit großen Problemen erreichbar gewesen wäre. Eigentlich sollte die untere Hartmannstraße in einem Zug mit der Elisabethstraße gemacht werden, in der dieses Jahr der Kanal erneuert wird. Eine Nachfrage bei der Stawag habe jedoch ergeben, dass man die beiden Projekte unabhängig voneinander machen kann, so Stadtpressesprecher Hans Poth.

Verschoben wird auch die Kanalerneuerung in der Krämerstraße, die in der jüngeren Vergangenheit auch bereits baustellengeplagt war. Die Liste aller Baustellen 2013 gibt die Stadt noch nicht heraus. Sie soll zunächst im Laufe des Monats der Politik präsentiert werden. Laut Vorschau aus dem vergangenen Jahr, wäre unter anderem 2013 noch die Komphausbad-straße an der Reihe, wo Kanal- und Fernwärmearbeiten anstehen.

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