Kampf gegen Bau der „B258n” geht weiter

Von: svp
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Klare Ansage: Der Kampf gegen die B258n läuft seit Jahren auf Hochtouren. Gekippt ist sie aber immer noch nicht. Foto: Michael Jaspers

Horbach. Sie kämpfen weiter und hoffen, dass die grüne Idylle letztlich doch bestehen bleibt. Die „Bürgerinitiative B258 nein”, die seit 2004 gegen eine Umgehungsstraße namens B 258n durch die Horbacher Börde kämpft, hat gemeinsam mit den Grünen eine Anfrage im Bundestag gestellt, zu der es nun detaillierte Antworten gab.

Im Mai 2010 hat das Bundesverkehrsministerium eine Nachbewertung des Projekts vorgenommen. So wurde festgestellt, dass sich gegenüber 2003 die Wirtschaftlichkeit des Projekts deutlich verschlechtert hat. Zunächst wurden 6,6 Millionen Euro für die Strecke auf deutscher Seite von Richterich bis Kerkrade veranschlagt. Dafür werden jetzt 20 Millionen veranschlagt - plus 13 Millionen für den niederländischen Anschluss. In der Antwort auf die „kleine Anfrage” im Bundestag geht trotz dieser Kostenexplosion nicht hervor, dass der Bund auf den Bau verzichten will.

Aber nicht nur die Kosten sind gestiegen, auch die angestrebte Entlastung der Roermonder Straße in Herzogenrath würde im Höchstfall weniger als zehn Prozent betragen. Stattdessen würde der Verkehr auf der Kohlscheider Straße zwischen Anschluss Roermonder Straße und Autobahn-Anschlussstelle um 5500 Autos pro Tag steigen. Das wiederum hätte zur Folge hat, dass die Pendler zwischen Herzogenrath und Aachen noch mehr ausgebremst würden.

„Hier wird sich eine Sache schön geredet. Vor allem, weil die Niederländer über eine Autobahn eine Verbindung haben; die Entlastung auf die B258 wäre demnach sinnlos und die Roermonder Straße würde deutlich mehr belastet werden”, so Sprecher Ralf Spilker. Ein weiterer Kritikpunkt: Die Kosten für die geplanten elf Brücken seien nicht differenziert ermittelt worden und pauschal mit zehn Millionen Euro angesetzt.

Bettina Herlitzius, Bundestagsabgeordnete der Grünen, ist optimistisch, dass die Planung doch noch eingestellt wird: „Da wir eine rot-grüne Landesregierung haben, besteht eine Chance, und da das Bundesverkehrsministerium unterfinanziert ist, muss man Prioritäten setzen.”
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