Eilendorf - Kaiserstraße: Montessori-Schule wird nicht „verpflanzt“

Radarfallen Bltzen Freisteller

Kaiserstraße: Montessori-Schule wird nicht „verpflanzt“

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
13099789.jpg
Die Montessori-Grundschule soll an der Kaiserstraße in Eilendorf bleiben: Voraussetzung sind allerdings umfangreiche Sanierungsarbeiten. Teils sollen Gebäude auch abgerissen und neu gebaut werden. Die benachbarte Montessori-Kita soll deutlich größer werden. Foto: Michael Jaspers

Eilendorf. Die Aufregung insbesondere bei den Eltern war groß, als in Verwaltung und Politik die Idee aufkam, die Montessori-Grundschule in Eilendorf zur Barbarastraße nach Rothe Erde umzusiedeln. Aufgekommen war die Diskussion, als das Aus der Grundschule Barbarastraße mangels Anmeldezahlen drohte.

Mittlerweile ist die Schließung durch die Schulaufsicht besiegelt und der Schritt zum Schuljahreswechsel vollzogen worden. Von einer Verlagerung der Eilendorfer Schule ist nun auch keine Rede mehr. Vielmehr soll sie an ihrem jetzigen Standort im alten Schulgebäude Kaiserstraße – wo es früher auch einmal eine Hauptschule gab – bleiben.

Auch Überlegungen, für die Schule und die ebenfalls dort ansässige Montessori-Kita an anderer Stelle in Eilendorf neu zu bauen und das Gebäude Kaiserstraße zu verkaufen, sind vom Tisch. Das ist einer entsprechenden Vorlage der Verwaltung zu entnehmen. Mit der beschäftigt sich heute der Kinder- und Jugendausschuss und am Donnerstag der Schulausschuss.

Die „Lenkungsgruppe“ in Sachen Schulentwicklung, der Vertreter der Fraktionen sowie Fachleute der Verwaltung angehören, hat sich am 5. September bereits eingehend mit der Standortfrage beschäftigt. Mit dem Ergebnis, dass es bei der Kaiserstraße bleiben soll. Dort ist nun das vorgesehen, was bereits vor Jahren als Begriff geprägt wurde: ein Montessori-Lernzentrum, für das die räumliche Nähe der beiden Einrichtungen zwingend erforderlich bleibt.

Die Grundschule soll dabei in Zukunft nicht wachsen. Sie soll weiterhin zweizügig bleiben, was soviel bedeutet, dass pro Schuljahr zwei Eingangsklassen gebildet werden. Das sei das Ergebnis „umfangreicher Prüfungen, die von Seiten der Schulentwicklungsplanung für den Sozialraum Eilendorf“ stattgefunden hätten, erläutert die Verwaltung. Man habe Eilendorf wie auch die benachbarten „Sozialräume“ betrachtet und sei zu dem Schluss gekommen, dass das ausreichend sei. In Eilendorf gibt es mit der Brühl- und der Birkstraße noch zwei weitere Grundschulen.

Bei der Kita sieht das allerdings völlig anders aus. Sie soll im Zuge des Umbaus gleich mehr als doppelt so groß wie bisher werden. Gibt es derzeit zwei Gruppen, so sollen künftig deren fünf sein. In Eilendorf gebe es einen Ausbaubedarf sowohl bei den Angeboten für Kinder unter drei Jahren wie auch bei jenen im Alter über drei Jahre.

Derzeit jedoch sitzen Schule und Kita in Gebäuden, die nicht nur zu klein, sondern auch arg in die Jahre und teils marode sind. Das Gebäudemanagement, so heißt es, habe sich die Situation angeschaut. Der Sanierungsbedarf sei erheblich, teils sogar gar nicht empfehlenswert. Deswegen wird wohl ein Teil der Gebäude abgerissen und neu gebaut werden. An anderen Stellen könnten vorhandene Gebäudeteile aufgestockt werden.

Einer Präsentation des Gebäudemanagements zufolge, sehen mögliche Details so aus: Die bisherigen Grundschulräumlichkeiten an der – von der Karlstraße aus gesehen – rückwärtigen Grundstücksseite könnten für die Kita umgebaut werden. Ein Gebäudeteil zwischen diesem Trakt und dem dortigen Altbau soll teils abgerissen und in Teilen für die Schule neu gebaut werden. Der Altbau würde ebenfalls für die Schule umgemodelt. Daneben soll noch ein Anbau entstehen. Die alte Turnhalle – es gibt auf dem Gelände auch noch eine neue – könnte zur Aula werden.

Das zumindest sind die ersten Gedankenspiele. Die Politiker in den Ausschüssen sollen jetzt den Planungsprozess auf die Schiene setzten, für den 340.000 Euro benötigt werden. Klar, dass ein derartig massiver Umbau nebst Abrissen einen hohen organisatorischen Aufwand auch für Schule und Kita bedeuten wird, ist klar. Doch das wird dann in einem späteren Schritt zu besprechen sein.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert