Kaiserplatz-Galerie: Um 13.58 Uhr läuft das Ultimatum aus

Von: Stephan Mohne
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Die Kaiserplatz-Galerie zwischen Kugelbrunnen (4) und St. Adalbert (5): Auf dem alten Philipp-Leisten-Grundstück an der Ecke Adalbertsberg (1) entsteht ein Eingang. Gleich daneben sehen die Pläne eine gut 50 Meter breite Lücke in der Glasfassade an der unteren Adalbertstraße vor, in der die alte Bebauung erhalten bleibt (2). Dahinter geht die Shopping-Mall weiter (3), ebenso wie zwischen der Beeckstraße und Harscampstraße. Grafik: ZVA

Aachen. Um 13.58 Uhr läuft am Mittwoch das städtische Ultimatum aus, wenn es um die Kaiserplatz-Galerie geht. Denn genau bis zwei Minuten vor der Ratssitzung sollten die Investoren den Nachweis erbringen, dass ihnen das so wichtige ehemalige Philipp-Leisten-Grundstück an der Ecke Adalbertstraße/Adalbertsberg gehört.

Kann also der Stadtrat am Mittwoch den „Satzungsbeschluss” für das 240-Millionen-Projekt endlich fällen? Die Antwort darauf fällt wohl tatsächlich erst in letzter Minute.

Nach AZ-Informationen soll am Dienstag endlich der Notarvertrag über den Grundstückskauf besiegelt worden sein und sollte alsdann per Boten ins Rathaus gebracht werden, wo die Verwaltung das Ganze noch genau unter die Lupe zu nehmen gedenkt.

So hat Oberbürgermeister denn auch die Fraktionschefs für Mittwoch Vormittag noch einmal zum Gespräch geladen, um seine Erkenntnisse mitzuteilen.

Und zu bekunden, ob am Nachmittag über das Thema abgestimmt werden kann. Möglich ist aber auch, dass die Prüfungen dann noch nicht ganz abgeschlossen sein werden.

Dann ist es dem Vernehmen nach möglich, dass der Stadtrat noch vor seinem nächsten regulären Termin zu einer Sondersitzung zusammen kommen wird.

Die niederländischen Investoren hinter dem Projekt, die in der jüngsten Diskussion im Hintergrund blieben, sind Medienberichten zufolge Pim Kaufman und Johan van den Bruele.

Die beiden gelten in den Niederlanden als Größen ihrer Zunft und bauten in den 90er Jahren enorm erfolgreiche Projekte, bevor sie ihre Anteile daran verkauften.

Der Verkauf ihres Unternehmens brachte für sie jedoch die Auflage mit sich, in den Niederlanden fünf Jahre nicht mehr am Markt aktiv zu werden.

Ihre Beteiligung an der Kaiserplatz-Galerie wurde in den Niederlanden als eine Art Comeback gesehen. Nach Berichten in Fachzeitschriften stehen sie gemeinsam mit Professor Hans Kahlen hinter der Entwicklung der Galerie.

Dem Vernehmen nach soll nun mit einer bayrischen Bank noch ein weiterer Investor ins Boot. Wäre da noch der Branchenriese ECE aus Hamburg, der in der gesamten Republik große Shopping-Center aufgebaut hat.

Das Unternehmen soll die Kaiserplatz-Galerie betreiben, und das mindestens 15 Jahre lang.

Unmut hat sich in politischen Kreisen indes über eine Aussage des Projektmanagers im Planungsausschuss geregt.

Er hatte bekundet, man arbeite weiter daran, die nötigen Grundstücke an der Adalbertstraße zu erwerben, um die etwa 60 Meter breite Lücke in der Galerie doch noch schließen zu können.

Vor allem eine Fläche neben den Leisten-Grundstück spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Gegenüber der AZ hatte Kahlen jüngst bekundet, dieses Grundstück gar nicht haben zu wollen und die Galerie nun etwas kleiner bauen zu wollen.

Das auch, um der Bürgerinitiative, die sich an den Ausmaßen des Projekts stört, entgegen zu kommen. Dieser Aspekt dürfte das Projekt indes politisch kaum gefährden.
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