Kaiserplatz: Busse behalten Vorfahrt vor den Radlern

Von: Marie Eckert
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Nadelöhr: Am Kaiserplatz kommen sich Busse und Radler häufig in die Quere. Eine Neuregelung soll Abhilfe schaffen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Der ÖPNV rollt, die Fahrräder müssen teils ausweichen und die Fußgänger bahnen sich so ihre Wege zum Einkaufstempel am Kaiserplatz: Die Evaluierung der Verwaltung zur Verkehrssituation rund um das Aquis Plaza fällt für die Mehrheit der Fraktionen im Mobilitätsausschuss zufriedenstellend aus. Gegenwind gab es nur von den Grünen.

Im Wesentlichen geht es ihnen um zwei Punkte: Um den Radfahrverkehr von der Bushaltestelle Kaiserplatz über die Kreuzung in Richtung Adalbertsteinweg und um die Fußgänger, die vom Denkmal am Kaiserplatz zum Aquis Plaza wollen.

Fahrradfahrer und Bus stehen an der Kreuzung nebeneinander, der Bus rechts auf seiner Spur, der Radfahrer links daneben. Haben beide die Kreuzung überquert, sind sie sich gegenseitig im Weg – der Fahrradfahrer möchte nach rechts auf seine Spur, der Bus eher nach links.

Eine Lösung wäre gewesen, die Fahrradfahrer an der Kreuzung vor den Bussen aufzustellen, die Verwaltung kam jedoch zu dem Schluss, dass der Zeitverlust für die Busse zu groß ist; zum Beispiel dann, wenn wegen der Radfahrer die Grünphase verpasst wird.

Stattdessen darf seit einigen Tagen der Gehweg an der Ecke Kaiserplatz/Wilhelmstraße mit dem Fahrrad genutzt werden. Die Verwaltung verweist auf eine Breite des Gehwegs von überwiegend 20 Metern, genug Platz also. Wilfried Fischer von den Grünen befürchtet ein Durchschlängeln zwischen den Fußgängern – für beide Seiten nicht angenehm.

Steht man eine Weile an besagter Kreuzung, beobachtet man ohnehin oft eine bestimmte, eigene Lösung: Die Fahrradfahrer stellen sich nicht unmittelbar vor den Bus, aber trotzdem auf der Busspur knapp hinter der Kreuzung auf, um schnell losfahren zu können und die Überkreuzung mit dem Bus zu vermeiden.

Trampelpfad zum Konsumtempel

Auch selbst erschaffen ist der Weg der Fußgänger, die zum Shoppingcenter gehen wollen: Statt die Stiftsstraße und die Einfahrt zum Parkhaus zu überqueren, um vor dem Aquis Plaza noch einmal über die Straße zu gehen – das ist der vorgesehene Weg –, wird der direkte Weg vom Denkmalplatz genutzt. Eine Verkehrsinsel mit Baumbeet zwischen Gasborn, Stiftstraße und Stiftumfahrt weist schon einen deutlichen Trampelpfad auf, der nun mit Schotter aufgefüllt werden soll, damit er besser zugänglich ist.

Laut den Grünen keine optimale Lösung und vor allem keine eindeutige Verkehrsführung. Ausschussmitglied Peter Blum (FDP) merkte ebenfalls an, die Leute an dieser Stelle würden teils „recht wirr“ laufen.

Gute Nachrichten von der Planung des Uniklinikums: Das Parkhaus hat eine Simulation für die Parkhauszufahrt überstanden. Grundlage waren die Schrankendaten der Parkplätze P1 und P2 an der Uniklinik, die Abfertigungs- und Standzeiten an den Schrankenanlagen im Bestand und die Anzahl der Pkw, die in der Morgenspitze von 6 bis 9 Uhr auf P2 auffahren möchte. Das Ergebnis: Es gibt keinen Rückstau vom neuen Parkhaus bis in die öffentliche Verkehrsfläche zu erwarten.

Beschlossen wurde im Mobilitätsausschuss außerdem noch der Ausbau des Neuenhofer Wegs von der Vaalser Straße bis zum Ende, vorbei an der Kinder- und Jugendpsychiatrie. In Zuge dessen soll der Einmündungsbereich in die Vaalser Straße verbreitert werden. Der Vorentwurf dazu stammt bereits aus dem Jahr 2002, im Juli dieses Jahres ist nun der geplante Baubeginn, im November soll der 400 Meter lange Ausbau abgeschlossen sein.

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