Kaiser lässt grüßen: Karl feiert als Babyname Comeback

Von: Robert Esser
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Aachen. 1200 Jahre nach dem Tod des kaiserlichen Stadtpatrons ist Karl im Jubiläumsjahr 2014 quasi auch im Kreißsaal ganz groß rausgekommen. Karl stieg nämlich in Aachen erstmals in die Top Ten der beliebtesten Vornamen auf.

22 Elternpaare tauften ihre Söhne auf den Namen Karl. Damit landet Karl auf der Rangliste des Aachener Standesamtes neben Luca auf Platz 9. Beliebtester Vorname für Jungen bleibt wie 2013 Maximilian (40), gefolgt von Felix (33), Elias (31), Alexander (29), Emil (24), Jonathan (24), Noah (24) und Jakob (23). Bei den Mädchen liegt Sophie (58) diesmal vor Marie (48), Anna (34), Maria (32), Mia (32), Emma (31), Katharina (25), Charlotte (24), Emilia (21), Johanna (21) und Luisa (21). Auffällig: Die deutschlandweit beliebtesten Vornamen Emma und Ben rangieren in Aachen nur auf Platz 6 beziehungsweise 18.

Helle Freude bereitet dem Leiter des Standesamtes, Lothar Linden, aber ein anderer Umstand: „Die Zahl der Geburten ist um sage und schreibe 9 Prozent gegenüber dem vorangegangenen Jahr gestiegen, gegenüber dem Jahr 2012 sogar um 12,5 Prozent.“ Offenbar zieht es werdende Mütter aus dem Aachener Umland verstärkt in Aachener Kliniken. 2012 stellte das hiesige Standesamt noch 2690 Geburtsurkunden aus, 2013 waren es 2778 und im vergangenen Jahr bereits 3027. Leicht angestiegen ist unterdessen auch die Anzahl der beurkundeten Sterbefälle: von 3102 auf 3120.

Noch mehr Hochzeiten

Erfreulicher: 1366 Ehen und 24 Lebenspartnerschaften gleichgeschlechtlicher Paare wurden im Aachener Standesamt beurkundet. „Somit konnte trotz fehlender Schnapszahlen bei Heiratsdaten erneut die Zahl der Eheschließungen gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent gesteigert werden“, erklärt Linden. Und fügt hinzu: „Eine solche Zahl an Paaren hat es in diesem Jahrhundert in Aachen noch nicht gegeben. Ob es an der Art und Qualität der Trauungen in Aachen oder an den schönen Räumlichkeiten liegt, wissen wir nicht. Jedenfalls kommen auch immer mehr Paare in unsere Stadt zur Eheschließung, obwohl sie außerhalb wohnen.“ 2014 kamen 17,3 Prozent aller Brautpaare zum Ja-Wort von außerhalb in die Kaiserstadt.

Wobei man flexibel reagiert: 466 Termine fanden außerhalb der üblichen Öffnungszeiten – also freitagnachmittags und samstags – statt. Gut 35 Prozent der Hochzeiten werden mittlerweile als „Ambiente-Trauungen“ durchgeführt. Dabei genießen die Paare die besondere Atmosphäre im Weißen Saal des Rathauses, im Couven-Museum oder auf Schloss Schönau. Neu im Angebot des Standesamtes ist die Burg Frankenberg. Dort kann an jeweils einem Mittwoch und Freitag pro Monat geheiratet werden. „Auch hierfür liegen uns bereits erste Reservierungen vor“, sagt Linden.

Übrigens heiraten die meisten Paare traditionell im Dezember. 2014 zählte Linden 180 Trauungen. Bei vielen dürfte es nun nicht lange dauern, bis sie auf Namenssuche für den erwarteten Nachwuchs gehen...

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