Kaiser Karl rockt mit den Maatwivern

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
Letzte Aktualisierung:
7258555.jpg
In seinem Jubiläumsjahr natürlich auch auf den närrischen Bühnen präsent: Bei der großen Sitzung der Oecher Börjerwehr im Eurogress rockte Kaiser Karl mit den Maatwivern ab. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Die großen Sitzungen der Stadtwache Oecher Börjerwehr am Karnevalsfreitag genießen den Ruf, legendär zu sein – geben sie doch den Startschuss in die heiße Phase der drei tollen Tage. Gespannt hatten die Aachener Karnevalisten bereits auf den Verlauf der Börjerwehr-Mäddchere-Sitzung am Fettdonnerstag geblickt.

Dabei hatte der der neue Börjerwehr-Kommandant Michael Hommelsheim an der Seite von Oberwaschweib Sabine Verheyen sein Debüt als Sitzungspräsident gab und mit Bravour bestand.

Gedenken an Willi Schillings

„Anfangs war ich sehr aufgeregt, aber als es dann lief, war ich in meinem Element“, gestand Hommelsheim 24 Stunden später bei der großen Sitzung vor 1400 kostümierten Jecken im Europasaal des Eurogress. Zugleich erinnerte er daran, dass er vor vier oder fünf Jahren zum ersten Mal als Rekrut an gleicher Stelle mit der Börjerwehr einmarschiert war. Als erste Amtshandlung überreichte er nun unter großem Applaus an Marina Schillings, die Witwe seines Amtsvorgängers, einen Blumenstrauß. Im Gedenken an Willi Schillings und ihm zu Ehren tanzte später auch das AKV-Ballett.

Von Beginn an war für das Publikum der Blick frei auf das imposante, mottogetreue Bühnenbild mit dem Oktogon des Aachener Domes. Hier hatten sich Karl der Große und ein Maatwiiv, die Börjerwehr und eine edle Ritterschar versammelt, um dem Kaiser zu huldigen. Der tanzte ausgelassen mit dem Maatwiiv zu einem Prinzenlieder-Potpourri, das beim Publikum die Öcher Seele baumeln ließ. Es folgte die mitreißende Mottoshow der Börjerwehr selbst. Diesmal hieß es: „Börjerwehr än Kejser Karl rocken d’r Öcher Karneval“. Deutlich trug die Choreographie wiederum die Handschrift von Heike Mickisch, die die Showgruppe nun bereits im achten Jahr trainiert.

Prickelnd und stimmungsgeladen ging ein fünfstündiges Programm über die Bühne, unverwechselbar gestartet von „Et Hühldöppe“ (Werner Heck), der immer wieder Szenenapplaus erhielt. Mit einem Großaufgebot präsentierte sich das Beueler-Stadtsoldaten-Korps „Rot-Blau 1936 e.V.“, gefolgt vom „Öcher Dreigestirn“ Josef, Jupp und Jüppchen, die Lachsalven einheimsten.

Partytime war mit der Liveband „Hätzblatt“ angezeigt, die den Saal zum Kochen brachte. Die schlagfertige Putzfrau Agnes Kassulke, die scheinbar schwerelos durch die Lüfte fliegenden Tänzerinnen des Tanzkorps Kölner Rheinveilchen und die 4 Amigos mit ihren lokalpatriotischen Liebeserklärungen an Aachen lösten im Saal eine Begeisterungswelle nach der andern aus.

Lange Party im Foyer

Zwar ohne das „Hurratschingbumm“ der Prinzengarden-Kapelle, die nach altem Brauch am Fettdonnerstag zum letzten Mal am Ende einer Session aufspielte, wurde Prinz Bernd I. von seiner Garde eskortiert. Sein Gardekommandant Dirk Trampen gab unumwunden zu, bei diesem begeisterungsfähigen Publikum im Saal ein paar Mal Gänsehaut bekommen zu haben. Die Jungen Trompeter leiteten abschließend über zur Party im Foyer mit der Kapelle „Night in Paris“.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert