Kaiser Karl als Street-Art

Von: Tim Habicht
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Graffiti zum Karlsjahr 2014: Künstler Lars Kesseler alias "Lake13" (Foto) hat mit Sidney van den Berg das Umspannhäuschen zum Kunstobjekt gemacht. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Bis vor ein paar Tagen war das Umspann-Häuschen zu Beginn der Krefelder Straße Richtung Tivoli-Stadion grau und langweilig, lediglich mit ein paar Schmierereien bekritzelt. Inzwischen erstrahlt es in einem völlig neuen Licht.

Denn die Graffiti-Künstler Lars Kesseler alias „Lake13“ und sein Heerlener Kollege Sidney van den Berg alias „Desh“ haben innerhalb eines Wochenendes mit Spraydosen ein farbenprächtiges Kunstwerk geschaffen. Im Rahmen der Karlsjahr-Veranstaltungsreihe „Erinnerung an die Zukunft – Die Generation Charlemagne“ konnte es natürlich nur ein Motiv geben: Kaiser Karl und das Karlssiegel.

Die Aktion ist eine Kooperation des Aachener Kulturbetriebs mit der DB Station & Service AG, der Stadt Eschweiler, Max Krieger Kulturmanagement GmbH sowie der Stawag und wird gefördert vom Land NRW. Die Initiative ging allerdings von Aachens wohl bekanntestem Graffiti-Künstler Lars Kesseler aus. „Ich habe mir verschiedene Flächen in der ganzen Stadt angesehen und dann gefragt, ob man diese gestalten darf“, beschreibt Kesseler sein Vorgehen.

Zum Glück konnten sich Kesseler und sein fast 20 Jahre jüngerer Kollege van den Berg ausschließlich auf das Sprayen konzentrieren. Denn das Werk rund um Kaiser Karl ist mehr als gelungen. „Wir möchten einfach Farbe und Kultur in die Stadt bringen sowie diese Kunst legal ausüben“, sagt Kesseler. Denn: „Graffiti ist eine sehr mutige Kunst. Die Arbeit ist im öffentlichen Raum zu sehen und nicht in einem geschlossenen Atelier beispielsweise“, sagt Susanne Güntner vom Kulturbetrieb.

Dabei seien die Reaktionen die Kesseler erfahren habe, zu 99 Prozent positiv. „Die restlichen ein Prozent haben eine generelle Abneigung gegen Graffiti. Dabei hat sich diese Kunstform erheblich entwickelt in den letzten Jahren“, weiß Kesseler. Farbenfrohe und detailreiche Kunst, die man nun auf dem zuvor langweilig grauen Umspann-Häuschen auf der Krefelder Straße sehen kann.

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