Kaffee, Käse und Musik: Aachens Feierabendmarkt feiert Premiere

Von: kf
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Premiere: Am Donnerstagabend hat der erste Wochenmarkt, der in den Abendstunden stattfindet, seine Pforten geöffnet. Jeden Donnerstag gibt es auf dem Gelände des Alten Schlachthofs regionale Spezialitäten und typische Wochenmarkt-Angebote. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Frisches Obst, Gemüse, Fleisch und Käse von regionalen Bauern gibt es seit vielen Jahren auf jedem gewöhnlichen Wochenmarkt in Aachen. Eine Chill-Out-Zone, Streetfood-Leckereien und Musik gab es bislang aber wohl noch auf keinem Markt in der Region. Das ist seit Donnerstagabend anders.

Auf dem historischen Gelände am Alten Schlachthof an der Metzgerstraße hat Aachens erster Wochenmarkt in den Abendstunden Premiere gefeiert.

Die Initiatoren, Susanne Nagel vom Veranstaltungsorganisator Veventis und ihre Kollegen Heijo Prümper und Guido Bauer, hatten bei der Eröffnung nichts dem Zufall überlassen. „Wir haben uns im Vorfeld viele Gedanken darüber gemacht, wie wir die richtige Atmosphäre schaffen können, damit sich die Besucher wohlfühlen“, sagte Nagel. Die liebevoll dekorierten Strohballen, Blumenkränze und die gemütlich hergerichtete Ruhezone waren am Ende dann nicht nur ein Hingucker. Sie sorgten nämlich auch dafür, dass viele Marktbesucher nach dem Einkauf noch Platz nahmen, um mit Freunden gemeinsam zu schlemmen und ins Gespräch zu kommen.

Spätestens um kurz nach 18 Uhr war den Initiatoren bewusst, dass ihr Konzept aufzugehen scheint. Denn anders als auf gewöhnlichen Märkten gingen die Besucher nach dem Einkauf eben nicht nach Hause, sondern sie blieben. „Es ist wirklich unglaublich, was hier los ist. Wir lagen mit unserer Idee absolut richtig“, sagte Bauer kurz nach 19 Uhr. Mehrere hundert Menschen drängelten sich zu diesem Zeitpunkt schon auf dem rund 700 Quadratmeter großen Marktplatz von Stand zu Stand. Auch die Chill-Out-Zone war da schon bis auf den letzten Platz besetzt.

Mitten unter den Besuchern waren auch die 23-Jährige Lena Truwe und die 70-jährige Inge Eßer. Zwei Frauen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen den Weg zum Wochenmarkt gesucht und gefunden hatten. Lena Truwe ist berufstätig und schafft es unter der Woche fast nie zum Markt. Ihr sind aber regionale, frische Produkte sehr wichtig. Inge Eßer lebt im Viertel und will auf dem Markt einfach nur verweilen. „Es ist so idyllisch und gemütlich hier. So ein toller Markt hat in diesem Viertel bislang wirklich gefehlt“, sagte sie.

So unterschiedlich die Besucher des Marktes an diesem Abend waren, so unterschiedlich sind auch die Produkte, die in den kommenden Monaten dort verkauft werden: vom Allgäuer Käse über Kaffeesorten aller Art bis hin zur Bratwurst mit Honig und Senf ist alles dabei.

Der Wochenmarkt in den Abendstunden findet bis Ende Oktober jeden Donnerstag in der Zeit von 17 bis 21 Uhr statt.

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