Kältewelle legt Aachens Baustellen auf Eis

Von: Thorsten Karbach
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Die Arbeit türmt sich auch an der Ursulinerstraße: Der harsche Winter hat in Aachen viele Baustellen auf Eis gelegt. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Kalverbenden ist die Ausnahme. Die Bauarbeiter haben am Donnerstag selbst ihren Auftraggeber überrascht, die Stawag hatte Stillstand vermeldet, doch die Bauleute nutzten das Tauwetter - die nächste Kältewelle ist schließlich schon angesagt. Und schon jetzt hat der Winter Aachens Baustellen vielerorts auf Eis gelegt.

„Ordentlich in Verzug” ist eine Aussage, die Stawag-Sprecherin Corinna Bürgerhausen mehrmals an diesem Tag sagen muss. Sie meint die Baustelle Kalverbenden. Und die auf dem Kronenberg, die in der Burtscheider Kapellenstraße und die in der Annastraße. „Weil wir nicht absehen können, wie sich das Wetter entwickelt, können wir auch nicht sagen, wann die Arbeiten wo und wie weitergehen”, sagt sie. Der harsche Winter wird für betroffene Anwohner aber auch Auftraggeber und Bauleute zum Geduldspiel.

Auch bei der Stadt wird der Stillstand auf den Baustellen sorgsam beobachtet. Der Umbau der Ursulinerstraße sollte im März beendet werden. Doch noch liegen die Pflastersteine unberührt am Straßenrand. Der Märztermin wird laut städtischem Presseamt kaum eingehalten werden. Die Sanierung des Bahnhofsvorplatzes, Wasser hatte die Betonplatte unterspült, sollte im Januar beginnen. Sollte. Noch ist nicht klar, wann es überhaupt los geht. Frühestens aber nach Karneval. Und auch die letzten Restarbeiten am Boxgraben stehen aus. Überall wird auf besseres Wetter gewartet.

An der Trierer Straße werden die Bauarbeiter trotz Stillstand aber rechtzeitig fertig - im Oktober. Die stolze Verkündung der Stadt, man werde bereits vor dem anvisierten Termin die Straße freigeben, ist in diesen frostigen Tagen allerdings hinfällig geworden. Immerhin: Mehrkosten entstehen weder für die Stawag noch für die Stadt. Das Wetter liegt im Risiko des Bauunternehmers.
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