„Jungfrau ohne Paradies“: Interaktives Theater kommt nach Aachen

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Zwei junge Menschen, zwei fragwürdige Perspektiven: Das Jugendstück „Jungfrau ohne Paradies“ greift ein brisantes Thema auf. Foto: Künstlernetzwerk New Limes

Aachen. Paul träumt davon, ein berühmter Rapper zu werden, der Erfolg will sich allerdings nicht einstellen. Er fühlt sich benachteiligt, sucht Halt im islamischen Glauben und radikalisiert sich schnell. Cem, sein bester Freund, hält von dieser extremen Schwarz-Weiß-Weltsicht überhaupt nichts.

 Johanna, aus bürgerlichem Elternhaus, ist total verliebt in Paul und rebelliert gegen ihre fremdenfeindlichen Eltern. Drei Lebensentwürfe prallen aufeinander. Woran erkennt man frühzeitig eine Einbahnstraße, und wie findet man zurück auf einen geraden Weg? Über diese Fragen und mehr streiten Cem, Paul und Johanna.

Mit „Jungfrau ohne Paradies“ holen der D-Hof für Kinder und das „hello café“ der „low-tec“ ein interaktives Theaterstück in die Städteregion Aachen, das Jugendliche zur Auseinandersetzung mit Extremismus anregt. In einer Zeit, in der Radikalisierung nur einen Mausklick entfernt sein kann, hinterfragt das Stück Schwarz-Weiß-Denken und vermeintliche Helden. Im Dialog sind die Zuschauer aufgefordert, selbst die Schwerpunkte der Interaktion zu steuern und ihre eigenen Erfahrungen und Meinungen zu Heldenverehrung, Radikalisierung und Krieg, aber auch zu Respekt, Toleranz und Emanzipation in die Diskussion einzubringen. Eingeladen sind Jugendliche ab 14 Jahren, Schulklassen und Jugendgruppen.

„Jungfrau ohne Paradies“ ist eine Theaterproduktion des Künstlernetzwerks New Limes und „WIR! e.V.“. Sie wurde in Kooperation mit dem Referat Prävention des Polizeipräsidiums Aalen entwickelt und kann seit der Premiere 2015 von Schulen und Jugendgruppen bundesweit gebucht werden. Im September war „Jungfrau ohne Paradies“ schon einmal im D-Hof zu Gast – und bis zum letzten Platz ausgebucht. Unterstützer sind das Bildungsbüro der Städteregion Aachen und die Stadt Aachen.

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