Junges Grenzlandtheater: Die Ausgrenzung lässt Lena verzweifeln

Von: Ronja Schwabe
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„Die Geschichte von Lena”: C
„Die Geschichte von Lena”: Christine Karall und Alexander Baab bei den Proben. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Lena führt eigentlich ein unbeschwertes Leben. Sie hat ihren Freundeskreis, tolle Eltern und vor allem ihre beste Freundin Maria. Doch dann fährt sie mit ihrer Familie in den Sommerurlaub nach Schweden - ohne Maria. Und als sie wiederkommt, ist alles anders.

Denn ihre beste Freundin wendet sich gegen sie, und schon bald machen sich alle über ihre „stinkigen Ferien” auf dem Land lustig. Für Lena steht plötzlich die Welt Kopf.

„Die Geschichte von Lena”, präsentiert vom jungen Grenzlandtheater Aachen „Greta”, feiert am Montag, 19. März, um 11 Uhr Premiere. Bis zum 23. März wird das Stück von Michael Ramløse und Kira Elhauge im Geschwister-Scholl-Gymnasium (GSG) zu sehen sein. „Wir nähern uns dem Thema Mobbing hier auf eine andere Art an”, sagt Grenzlandtheater-Intendant Uwe Brandt. „Es wird gezeigt, welchem Druck die Schüler ausgesetzt sind und wie unbedeutend die Auslöser für Ausgrenzung manchmal sein können.”

Das Jugendstück für Schulen zeigt aber nicht nur Lenas Geschichte, wie sie in jeder Klasse passieren könnte. Durch Anja Geurtz, Theaterpädagogin, findet in den Klassen sowohl eine Vor- als auch eine Nachbesprechung des Themas statt. Dabei konzentriert sie sich vor allem auf Präventionsmaßnahmen. „Ich möchte Schülern und Lehrern klarmachen, dass man alleine einfach nicht mehr aus so einer Situation herauskommt”, sagt sie. „Wir appellieren daran, dass schon gehandelt wird, sobald eine Tendenz zum Mobbing besteht.” Nach den Aufführungen, die täglich um 11 Uhr stattfinden, besteht außerdem die Möglichkeit zum Gespräch mit den Schauspielern.

Ursprünglich war das Stück recht kindlich geschrieben, sagt Regisseur Timo Hübsch. „Wir wollten es aber eher für eine jugendliche Zielgruppe gestalten”, sagt er. So ist das Mobbing am Anfang des Stücks noch sehr offensichtlich, wird aber mit der Zeit immer subtiler. Lena lädt alle ihre Freunde zum Geburtstag ein - aber niemand kommt. Ein offenes Ende soll die Schüler zum Nachdenken anregen. „Wir wollen nicht nur eine Geschichte erzählen”, sagt Uwe Brandt. „Ziel ist es, die Schüler aufmerksam zu machen. Sie sollen nachdenklich aus dem Stück herausgehen.”

Christine Karall und Alexander Baab spielen in dem Zwei-Personen-Stück mehr als zwei Rollen. Sie müssen schnell die Perspektive wechseln zwischen Lena, Maria, den Eltern und vielen Mitschülern. Darin besteht auch die schauspielerische Herausforderung.

Kostenlose Generalprobe im GGS besuchen

Eine kostenlose Generalprobe für Pädagogen gibt es am Freitag um 18 Uhr im GSG. Anmeldung: Tel. 4746117 oder greta@grenzlandtheater.de. Nach dem 23. März gibt es Aufführungen im Energeticon Alsdorf, Zinkhütter Hof Stolberg und Tenne in Eicherscheid. Infos: Hans-Josef Heinen, Bildungsdezernat der Städteregion: Tel. 51983408 oder http://www.grenzlandtheater.de.

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