Junge Talente zeigen ihr Können bei „Jugend musiziert“

Von: Eva Onkels
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Preisträgerkonzert „Jugend musiziert“.: Im Kammermusiksaal zeigten die Talente großartige Leistungen mit einer breiten Vielfalt an Musikrichtungen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Seit 54 Jahren gibt es ihn schon, den Musikwettbewerb „Jugend musiziert“. Unzählige Kinder und Jugendliche haben seitdem an dem Wettbewerb teilgenommen – und das natürlich auch aus Aachen und der Städteregion.

 In einem zweiteiligen Konzert konnten Musikschülerinnen und -schüler der Musikschule Aachen und Düren ihr Können zeigen. Nicht alle Teilnehmer am Wettbewerb konnten beim Konzert, dessen erster Teil in Düren und der zweite im Kammermusiksaal der Aachener Musikschule stattfand, teilnehmen, denn, so Schulleiter Harald Nickoll der Musikschule der Stadt Aachen, man brauche auch eine gute Mischung von Komponisten.

Und so gesellten sich kleine Stücke von Anton Diabelli und Cornelius Gurlitt zu Fugen und Menuetten von Bach und Beethoven und zu guter Letzt fand auch ein bisschen Heavy Metal seinen Platz im Konzert. „Es erfordert viel Mut, an dem Wettbewerb teilzunehmen und sich dann im Rahmen des Preisträgerkonzertes auf die Bühne zu stellen“, so Nickoll.

Das Konzert in Aachen begann mit der jüngsten Altersgruppe, die Altersgruppe IA. Kinder dieser Gruppe sind im Jahre 2009 oder später geboren worden. Eine Teilnahme an der nächst höheren Wettbewerbsstufe, dem Landeswettbewerb, ist aufgrund des Alters nicht vorgesehen. Hochkonzentriert spielten die Jüngsten ihre Stücke und bekamen von den Eltern, Freunden und Lehrern viel Applaus. Besonders ausgezeichnet wurde in dieser Gruppe Alessandro Kiuila, der mit der Sonatine in a-moll von Dimitri B. Kabalewski überzeugen konnte.

Dass auch große Instrumente kleine Künstler mit viel Talent nicht aufhalten, zeigte Milana Arsengreev aus der Altersgruppe IB (geboren 2007/2008) mit einem Menuett in g-moll von Jean-Jacques Rosseau. Nicht nur Solisten können an dem Wettbewerb teilnehmen, es gibt auch die Möglichkeit im Ensemble zu spielen. Dies taten Theresa Hechtfischer, Sven Jordan und Luisa Vorbrüggen mit ihren Querflöten. „Zungenbrechter für drei Querflötenmundstücke“, so der Titel des Stückes von Agnes Dorwarth, der ungewöhnlich, aber amüsant anzuhören war.

Ein Ticket für den Landeswettbewerb konnte unter anderem Esui Jazou Siripangno lösen, die mit einer Sonatina von Kabalewski auch das Publikum im Kammermusiksaal überzeugte. Gleichzeitig war sie beim Regionalwettbewerb auch mit der maximalen Punktzahl von 25 Punkten aus dem Wettbewerb hervorgegangen.

Ebenfalls in diesem Jahr fand der Wettbewerb für die Drum-Sets und die Gitarre im Bereich Pop statt. Das hieß auch in Aachen: Es gab ordentlich was auf die Ohren: Thomas Peters aus der Altersgruppe II (geboren 2005/2006) spielte ein schwieriges, aber überzeugendes Programm mit Peter Townshends „Give Blood“. Begleitet wurde er dabei von einem sogenannten Play-Along, einer Aufnahme. Peter Bürgstein, ebenfalls aus der Altersgruppe II und ebenfalls auf dem Schlagzeug, spielte beim Preisträgerkonzert zusammen mit dem 20-jährigen Markus Bartz am Klavier.

Es dürfte eines der auffälligsten Stücke des Vorabends gewesen sein, denn nicht nur sang Bartz gleichzeitig, sondern hatte auch das Stück selbst geschrieben. Bürgstein hatte im Wettbewerb selbst bereits überzeugt und sich ebenfalls für die Teilnahme am Landeswettbewerb qualifiziert. Abgeschlossen wurde das Konzert schließlich von Mike Specht, der auf der E-Gitarre die Bestpunktzahl erhielt und ebenfalls am Landeswettbewerb teilnehmen wird. Mit dem „War March“ des britischen Gitarristen Andy James beendete er mit einem fast schon an Heavy Metal erinnernden Stück ein rundum buntes Konzert mit vielen jungen Talenten.

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