Junge Talente mit viel Fingerspitzengefühl

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Souverän und charmant: Die jungen Preisträger beim jüngsten Wettbewerb des Deutschen Tonkünstlerverbands überzeugten mit virtuosem und fantasievollem Spiel in der Domsingschule. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Bereits zum 32. Mal lud der Deutsche Tonkünstlerverband (DTKV) zum alljährlichen Wettbewerb für Junginstrumentalisten. Im Rahmen der Preisträgerkonzerte musizierten in der Domsingschule zehn Nachwuchstalente im Alter von 9 bis 17 Jahren.

Durch die Veranstaltung führte Georg Kugler, 1. Vorsitzender des DTKV Köln-Aachen. Das Konzert eröffnete der neunjährige Ole Lenzen aus Eschweiler. Es gelang ihm, mit klarer Auffassung und freiem Spiel am Flügel zu überzeugen. Er trug die recht anspruchsvollen Variationen über ein russisches Volkslied von Dmitri Kabalewski vor.

Auch Hanna Backermann (Kreuzau), ebenfalls neun Jahre, konnte dem Konzertflügel mit einem Satz aus einer Haydn-Sonate abwechslungsreiche Klänge und Farben entlocken. Milena Seemann (Düren), 12 Jahre, traf die Tonsprache der Wiener Klassik im Rondo C-Dur von Beethoven geschickt und souverän.

Von Haydn bis Rieding

Ein aufwändiges Programm mit Werken von Haydn und Oscar Rieding präsentierte die 13-jährige Isabel Del Castillo (Herzogenrath) auf der Violine. Mit kernigem Ton, variabler Dynamik und bemerkenswert sicherer Intonation zog sie die Zuhörer in ihren Bann. Die junge Akkordeonistin Anna Christiansen (Aldenhoven), 10 Jahre, meisterte mit ihrer Partnerin Andrea Bergk, Querflöte, 11 Jahre, ein kontrastreiches Programm ungarischer Kompositionen. Die beiden Mädchen bereiten sich, wie zahlreiche andere Konzertteilnehmer, auf den Wettbewerb „Jugend musiziert“ vor, der am letzten Januarwochenende ausgetragen wird.

Differenziert und gekonnt

Das Querflötenduo mit Isabel Bothor und Charlotte Streetz (Aachen) interpretierte eine anspruchsvolle Sonate von Ignaz Pleyel sowie eine spannende Komposition namens „Nacht im Urwald“ des österreichischen Zeitgenossen Viktor Fortin. Beide Werke wurden differenziert und gekonnt vorgetragen.

Zum Abschluss musizierten die 17-jährigen Aachenerinnen Ida Feger und Myriam Wowra, ebenfalls Querflötistinnen. Mit der 2. Sonate von Wilhelm Friedemann Bach und Billy Strayhorns berühmtem „Take the A-Train“ gelang es ihnen, einen fast viertelstündigen Spannungsbogen aufzubauen, der die Zuhörer faszinierte. Lang anhaltender Applaus bei der Urkundenverleihung war der verdiente Lohn für das beachtliche Können.

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