Junge Künstler auf Luthers Spuren

Von: Martina Stöhr
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Sind gespannt auf die Ideen der jungen Künstler: Tom Hirtz, Miriam Peifer und Axel Büker hoffen auf rege Teilnahme beim Bühnenprojekt „Re Form A(k)tion“. Foto: Ralf Roeger
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Sind gespannt auf die Ideen der jungen Künstler: Tom Hirtz, Miriam Peifer und Axel Büker hoffen auf rege Teilnahme beim Bühnenprojekt „Re Form A(k)tion“. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Was sind deine Anliegen? Was würdest du ändern, egal ob in deiner Kirche, deiner Schule oder im ganzen Land? Auf solche Fragen können Jugendliche bei einem Theaterprojekt unter dem Stichwort „Re Form A(k)tion“ Antworten suchen.

Eine Kombination aus theaterpädagogischem Workshop und der thematischen Auseinandersetzung mit Reformationsprozessen soll schlussendlich in die Erarbeitung eines Bühnenstückes münden – in welcher Form auch immer. Der Evangelische Kirchenkreis Aachen und das Pädagogische Zentrum des Das Da Theaters arbeiten dabei Hand in Hand, um passend zum Reformationsjahr 2017 einen Beitrag zu liefern.

Viele Parallelen zu heute

Mit den ersten beiden Workshops in Herzogenrath und Alsdorf sind die Organisatoren mehr als zufrieden. Auch wenn das Thema Reformation dabei nicht verpflichtend behandelt werden musste, hätten die Jugendlichen jede Menge Anregungen gegeben, so Jugendreferent Axel Büker. Er sieht in Luther und der Epoche der Reformation jede Menge Parallelen zur heutigen Zeit.

Vor rund 500 Jahren habe Luther Thesen aufgestellt, die das herrschende System in Frage stellten. Edward Snowden habe in unserer heutigen Zeit nichts anderes getan. Und beide seien gleichsam zum Staatsfeind Nummer eins erklärt worden. Auch darüber sollen sich die jungen Leute in den Workshops Gedanken machen.

Die Theaterpädagoginnen Miriam Peifer und Svenja Hamel betreuen die Teilnehmer und führen sie in den ersten Workshops an die Theaterwelt heran. Im Januar 2017 geht das Projekt in die konkrete Probenphase mit anschließender Aufführung. Wie die konkret aussehen wird, darüber können die Organisatoren noch nichts sagen. Das hänge eben von den Beiträgen ab.

Wichtig sei vor allem, dass sich die Teilnehmer auch fragen, was sie bei sich selber ändern können, so Axel Büker. Und dass sie letztlich die Bühne bekommen, um ihre Wünsche kundzutun, mag sie zusätzlich motivieren. Denn laut Tom Hirtz, Leiter des Das Da Theaters, hat Theater immer die Macht, die Menschen ganz unmittelbar zu berühren.

Während der Eingangsphase des Projekts, das unter dem Namen „Re Form A(k)tion“ läuft, werden bis zum Sommer an unterschiedlichen Orten des Kirchenkreises entsprechende Einführungs-Workshops angeboten. Wer danach Lust auf mehr hat, kann beim exklusiven wöchentlichen Theaterkurs im Herbst 2016 mitmachen. Hier geht es um die Grundlagen der Bühnenpräsenz, Körper- und Stimmausdruck, Wahrnehmung, Improvisation und Rollen. Ab Januar 2017 beginnt die intensive Probenzeit. Die Aufführungen sind dann im Sommer und Herbst 2017 geplant.

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