Jugendlichen Chance zur Entfaltung geben

Von: Sarah Buric
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Auf dem Gelände der Maria-Montessori-Schule soll ein Kreativhaus für die Jugendkulturarbeit entstehen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Ein Kreativhaus für Jugendliche: Dieses Projekt soll im Sommer auf dem Gelände der Maria-Montessori-Gesamtschule verwirklicht werden. In diesem Haus können die Jugendlichen ihre Kreativität entfalten und zum Beispiel in der Mittagspause zusammen tanzen, Möbel designen oder sich einfach nur zurückziehen.

Aufsuchende Jugendkulturarbeit ist das Schlagwort, mit dem Projektträgerin Sibylle Keupen für ihr Vorhaben wirbt. Sie leitet die Kunstschule in der Bleiberger Fabrik und möchte mit dem Kreativhaus auch „Jugendliche, die aus einem anderen Milieu kommen“ erreichen. Viele Teenager halten sich abends auf dem Gelände der Gesamtschule (Moltke-Bahnhof) auf und sollen das Haus „in Besitz nehmen und darin aktiv werden können,“ sagte Keupen weiter.

Auch Imgard Braun, Direktorin der Gesamtschule, hofft durch dieses Projekt die 10 bis 22-Jährigen kulturell fördern zu können – sowohl die Schüler, als auch die jungen Menschen im Bürgerpark Frankenberg. „Ich hoffe, dass die Schule mehr in dieses Viertel integriert wird und dass Jugendliche, die sich abends hier aufhalten, einer sinnvolleren Tätigkeit nachgehen können.“

Bereits seit 2010 haben Schüler und Studenten die Möglichkeit, sich am Kreativhaus zu beteiligen. Beim so genannten Vorläuferprojekt sind beispielsweise architektonische Workshops angeboten worden, in denen Ideen und Wünsche zur Gestaltung des Kinderzukunftshauses gesammelt wurden.

Ab Juli dürfen die Jugendlichen dann, zusammen mit der Architektur-Fakultät der RWTH Aachen, ihre Entwürfe in die Tat umsetzen. Laut Sibylle Keupen kann das Haus schon in zwei Wochen fertigstellt werden, da es aus vorgefertigten Holzbauteilen besteht, die bei einem Scheitern des Projektes ohne Probleme ab- und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden können. Davon geht Sibylle Keupen aber erst einmal nicht aus und erwartet, dass das temporäre Kreativhaus für die nächsten zehn Jahre bestehen bleiben wird.

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