Jugendliche sollen Suermondtviertel ein Gesicht geben

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Aachen. Am 2. Oktober hat bereits ein erster Workshop begonnen - nun geht das Modellvorhaben „Gib der Stadt Dein Gesicht” in seine zweite Phase.

Am Samstag, 7. November, sind Jugendliche aus dem Suermondt- und Gasborn-Viertel aufgerufen, sich an einem offenen Workshop zur Umgestaltung ihres Stadtviertels zu beteiligen (11 bis 18 Uhr im Paul-Julius-Reuter-Berufskolleg, Beeckstraße 23-25, Teilnahme inklusive Verpflegung kostenlos, Anmeldung unter gdsdg@mail.aachen.de).

Betreut von Architekten, Stadtplanern und Pädagogen werden in Teams Ideen für unterschiedliche Plätze des Suermondtviertels entwickelt und in Form temporärer Installationen im Stadtraum direkt umgesetzt. Dabei werden die Jugendlichen professionell von einer Fotografin begleitet, die sie in ihren jeweiligen räumlichen Interventionen inszeniert. Aus den Fotografien wird eine Kampagne entwickelt, die die Jugendlichen mit ihren Statements und Vorstellungen für das Quartier, zum Beispiel über Postkarten oder Plakate, einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Das Projekt wird durch den Verein „Jugend Architektur Stadt e.V.” (JAS) zusammen mit der Stadt Aachen im Rahmen des Modellvorhabens „Jugendliche im Stadtquartier” organisiert. Finanziert wird es über ein Forschungsprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), das den Titel „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau” (ExWoSt) trägt.

Aus insgesamt 222 Bewerbungen wurde das Aachener Projekt als eines von insgesamt 26 Vorhaben durch das Bundesinstitut ausgewählt. JAS e.V. ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung der baukulturellen Bildung von Kindern und Jugendlichen. Mit seinen Aktivitäten möchte der Verein junge Menschen anregen, Architektur, Design, Stadt und Landschaft mit allen Sinnen wahrzunehmen, neu zu entdecken und mit eigenen Mitteln mitzugestalten (jugend-architektur-stadt.de).

In einem ersten Workshop wurden die Orte besichtigt und Ideen entwickelt, wie z.B. Schulhöfe geöffnet und Begegnungs- und Aufenthaltszonen im Straßenraum geschaffen werden können.

Eine für das Stadtviertel um Gasborn und Suermondtplatz in der ersten Jahreshälfte 2009 erstellte Rahmenplanung schlägt neben einer generellen Qualifizierung der öffentlichen Räume die Entwicklung eines „Bildungsquartiers” vor, das die angesiedelten Schulen (zwei Berufsschulen, eine Grundschule, eine Förderschule) mit dem Quartier verzahnen und neue Aufenthaltsbereiche für Jugendliche schaffen soll.

Ein ähnlicher Workshop wird am 6. November mit Schulklassen der Bischöflichen Marienschule und des Paul-Julius-Reuter-Berufskollegs durchgeführt.
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