Aachen - Jugendausschuss bringt „PiA”-Projekt auf den Weg

Jugendausschuss bringt „PiA”-Projekt auf den Weg

Von: Hanna Sturm
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Aachen. „Gutes kommt wieder”, unter dieses Motto wollte Martin Künzer von der SPD-Fraktion die Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses stellen. Zum wiederholten Mal stand das Projekt „Positives Aufwachsen in Aachen” (PiA) auf der Tagesordnung, schließlich wurde der erste entsprechende Antrag schon vor drei Jahren gestellt.

Inzwischen ist ein umfassendes Konzept entwickelt worden, das langfristig eine Kette von Präventionsmaßnahmen vorsieht, die sich über alle Lebensphasen von Kindern und Jugendlichen erstrecken. So soll die immer größer werdende Zahl der Fälle gesenkt werden, in denen die Jugendhilfe einschreiten muss (die AZ berichtete).

Im Haushalt für 2010 sind 100.000 Euro für das Projekt eingestellt, bestätigte Stadtdirektor Wolfgang Rombey, und auch Grünen-Ratsfrau Hilde Scheidt konnte positive Auskunft geben: „PiA steht im schwarz-grünen Koalitionsvertrag, und ich bin mir sicher, dass das Projekt kommen wird.” Trotzdem konnte der Kinder- und Jugendausschuss dem Beschluss nur inhaltlich zustimmen, während die tatsächliche Entscheidung über die Durchführung voraussichtlich erst im März in der Haushaltsberatung getroffen werden kann.

Dann startet ein einjähriges Pilotprojekt in den Stadtgebieten Verlautenheide, Haaren und in Aachen-Nord mit Angeboten für die erste Lebensphase. Das entsprechende Konzept beruht auf verschiedenen bereits bestehenden Bausteinen sowie zusätzlichen Beratungsangeboten für junge Eltern, darunter auch ein „Baby-Willkommenspaket”, das Mitarbeiter des Jugendamts nach Hause bringen. In dem Paket sind zahlreiche Informationen ebenso enthalten wie zum Beispiel eine Trinkflasche, ein Schnuller oder ein Lätzchen und ein Gutschein für einen kostenlosen Eltern-Kind-Basiskurs.

Die Mitarbeiter des Verwaltungsteams bringen das Paket allerdings nur, wenn die Eltern den persönlichen Kontakt auch wünschen. Ansonsten wird es mit der Post zugestellt. Diese Freiwilligkeit wurde auch im Ausschuss kritisiert. Die Verwaltung bliebt dabei: „Wir dürfen nicht als Kontrolltanten auftreten und mit Repressalien drohen, sonst treten wir die über Jahre hinweg aufgebaute Vertrauensbasis mit Füßen”, verteidigte Brigitte Drews, Leiterin der Abteilung für Soziale Dienste und Jugendpflege, das Konzept. Ob es aufgeht, wird eine Prüfung nach einjähriger Pilotphase zeigen.
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