Aachen - „Jugend musiziert für Jugend” lässt klassische Musik lebendig werden

„Jugend musiziert für Jugend” lässt klassische Musik lebendig werden

Von: Laura Knops
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Faszination Klassik: Im besond
Faszination Klassik: Im besonderen Ambiente des Ballsaals im Alten Kurhaus wurde Haydns Musik bei „Jugend musiziert für Jugend” für die kleinen Besucher zu einem großen Erlebnis. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Klassische Musik ist zeitlos und auch wenn sie schon etwa 200 Jahre alt ist, begeistert sie noch heute eine Menge Menschen - oftmals ältere. Etwas ganz Besonderes ist daher in jedem Jahr das Klassikkonzert unter dem Motto „Jugend musiziert für Jugend” im Ballsaal des Alten Kurhauses. Kinder spielen speziell für Kinder ab sechs Jahren klassische Musik und das schon zum siebten Mal in Folge.

Kinder für klassische Musik begeistern und ihnen den Spaß an einem Instrument vermitteln, dass sind die Ideen, die hinter dem Konzert - von Musikschule und der Gesellschaft für Musik und Theater gemeinsam organisiert - stehen. Doch dass das nicht immer einfach ist, weiß auch der ehemalige Leiter der städtischen Musikschule, Thomas Beaujean.

„Kinder bekommen immer weniger Zugang zur klassischen Musik. Weder in Kindergärten, Grundschulen, noch im Elternhaus lernen sie die Klassik kennen. Während die Kinder den ganzen Tag von Musik überflutet werden, wird es für sie immer schwieriger, an diese Art der Musik heranzukommen”, erklärt Beaujean, der das Konzert musikalisch verantwortet. „Dem wollen wir mit unserer Konzertreihe „Klassik für Kinder” entgegenwirken.”

Nach Mozart und Vivaldi stand in diesem Jahr der deutsch-österreichische Komponist Joseph Haydn im Mittelpunkt des Konzerts. Lange Zeit seines Lebens verbrachte Haydn auf dem Gut der ungarischen Familie Esterhazy, wo er eine Vielzahl seiner Stücke schrieb. Begleitet ins 18. Jahrhundert zum „Konzert auf Schloss Esterhazy” wurden Groß und Klein von den Musikpädagogen Marion Simons-Olivier und Rainer Bartz. Die beiden schlüpften in die Rollen des Fürsten Esterhazy und seines Kammerdieners Nepomuck und nahmen die Kinder mit auf eine Zeitreise. Passend dazu im historischen Ambiente des Ballsaals, mit seinen wunderbaren Kronleuchtern und den stuckverzierten Wänden.

Kindgerecht vermitteln

„Schon oft war es so, dass einige Kinder nach dem Konzert zu ihren Eltern sagten: Ich fand das so toll, jetzt will ich auch ein Instrument spielen lernen. Das ist natürlich ein schönes Gefühl für uns, wenn die Kinder etwas mit nach Hause nehmen”, erzählt Beaujean. „Die Kunst ist nicht, Kindern extra Musik für Kinder vorzusetzten, sondern Musik kindgerecht zu vermitteln.”

Ensembles, Solisten und ein Orchester der Musikschule - mehr als 40 junge Künstler begeisterten das Publikum mit ihren Darbietungen in dem ausverkauften Saal. Begleitet wurden die Musiker von einer Darbietung der Balletschule Harlekin unter der Leitung von Heike Schrey.
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