Aachen - „Jugend im Kampf gegen Gewalt“ unterstützt den Boxclub Helios 1912

„Jugend im Kampf gegen Gewalt“ unterstützt den Boxclub Helios 1912

Von: Svenja Pesch
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Auch eine wichtige Geste im Kampf gegen Gewalt: Der Boxverein Helios erhielt Trainingsanzüge vom Schirmherrn der Initiative, Ex-Alemanne Reiner Plaßhenrich (rechts). Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Es ist heiß, sehr heiß. Doch selbst die gefühlten 40 Grad Celsius, die in der Sporthalle herrschen, hindern die Kinder und Jugendlichen nicht daran, eine Runde nach der nächsten zu drehen und anschließend mit voller Power ihre Kräfte am Boxsack zu trainieren. In der Talentschmiede „BC Helios Aachen 1912“ fliegen tagtäglich die Fäuste – natürlich im positiven Sinn.

Denn unter der Leitung von Hermann Kehren geht es dem Traditionsverein vor allem darum, durch das Boxsporttraining Gewalt vorzubeugen und eine gesunde Lebensweise zu fördern. „Boxtraining ist eine harte Sache, man benötigt Disziplin, Fleiß und Ehrgeiz um durchzuhalten“, betont Hermann Kehren.

Das gilt für die aktiven Boxer, aber auch für die vielen Freizeitsportler und Sportlerinnen, die auch als geführte Mitglieder an den Trainingstagen gerne dabei sind. So haben sich die Förderer der Initiative „Jugend im Kampf gegen Gewalt“ selbst ins Training eingebracht und sich von den Trainingseinheiten begeistern lassen.

„Boxsporttraining als Gewaltpräventionstraining ist auch ein wichtiges Kriterium in der Auswahl der möglichen Vereine, die für eine Förderung durch die Initiative in Betracht kommen. Von Grund her bietet jedes Vereinsleben eine gewisse Gewaltprävention, genauso zur Integration ins perfekte Miteinander“, erklärt Geschäftsführer Walter Küpper.

In den 60er Jahren feierte Helios große sportliche Erfolge in der Talbothalle, im Gillesbachtal oder auf dem Tivoli. Vor allem an die komplett gefüllten Ränge auf dem Tivoli erinnert man sich gern. Denn die Kämpfe gegen Boxer aus der Türkei und aus England war filmreif. Ehrenmitglied und Aachener Boxikone Hansi Nägeler hat alles hautnah miterlebt und weiß hier besonders spannende Geschichten zu erzählen.

Damit die Boxtalente weiterhin fleißig trainiert werden können, erhielt BC Helios nun 60 neue Trainingsanzüge, gefördert von einigen „Jugend im Kampf gegen Gewalt“-Förderern und Mitgliedern. Küpper freut sich über das große Engagement der Akteure innerhalb seiner Initiative: „Ich bin stolz, dass wir gemeinsam Vereine fördern und unterstützen können, die nicht nur auf eine lange Tradition zurückblicken und viele Erfolge verzeichnen, sondern die zudem auch Jungen und Mädchen durch Sport eine gesunde Lebensweise näher bringen und deutlich machen, dass Sport sowohl der Gesundheit als auch der Gewaltprävention dient.“

Jan Rößner ist das beste Beispiel dafür, denn der Nachwuchsboxer hat in seinem ersten internationalen Turnier in Polen Gold geholt. „Genau das ist es, was ‚Jugend im Kampf gegen Gewalt‘ erreichen will: sportliche Jugendliche, die nicht auf der Straße Aggressionen ausleben, sondern durch Fleiß und Ehrgeiz zeigen, wie es auch gehen kann“, ergänzt Küpper.

Die jugendlichen Sportler bilden mit ihren Anzügen den Kern der Initiative, sie sind so etwas wie Botschafter, die eine Idee weiter tragen.

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