Aachen - Jürgen Lindens erste Ehrenmitgliedschaft vom Rathausverein

Jürgen Lindens erste Ehrenmitgliedschaft vom Rathausverein

Von: Hans-Peter Leisten
Letzte Aktualisierung:
rathausvereinbild
Leuchtendes Beispiel des Engagements durch den Rathausverein: Die neuen Kronleuchter im Krönungssaal sorgen jetzt für individuelles Licht zu jeder passenden Gelegenheit. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Ein Schmunzeln konnte und wollte sich Marcel Philipp nicht verkneifen. Denn wenige Tage, bevor aus dem designierten der neue amtierende Oberbürgermeister wird, konnte Philipp im Ratssaal des Rathauses erstmals am Kopf der Ratssitze Platz nehmen.

Auch wenn anstelle der Stadtverordneten die Mitglieder des Rathausvereins seinen Worten lauschten. Die Mitgliederversammlung des Vereins, der den Erhalt und die Verschönerung des Rathauses auf seine Fahnen geschrieben hat, war der passende Anlass für diese Premiere - zugleich aber auch der für einen würdevollen Abschied. Denn Noch-Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden übergab den Vorsitz an seinen Nachfolger.

Der Applaus war laut, als Linden Philipp vorstellte und wurde noch lauter, als dieser seinen Vorgänger zum ersten Ehrenvorsitzenden vorschlug. „Übrigens mein erster Ehrenvorsitz”, bedankte der sich, „man wird halt älter.”

In jedem Fall übergibt Linden nach sieben Jahren einen überaus intakten Verein, der im abgelaufenen Jahr durchaus wegweisende Verbesserungen umgesetzt hat.

Unter dem Stichwort „mehr Licht” wurden in den Jochen des Krönungssaales Leuchter installiert, die ideell und in der Gestaltung an den Barbarossaleuchter erinnern, aber in Design und Technik modern und für verschiedene Beleuchtungszwecke ausgestattet sind. 2.500.000 Euro hat der Verein dafür aufgebracht.

Der Rathausverein finanziert sich bislang hauptsächlich aus den Mitgliederbeiträgen und Spenden. Da passt es, dass Linden in seinem letzten Tätigkeitsbericht eine Steigerung der Mitglieder von 296 auf 333 melden konnte: „Erfreulich, aber ich appelliere an alle, noch neue Mitglieder zu werben.”

In der Tat lohnt sich die Mitgliedschaft offensichtlich aus mehreren Gründen. Zunächst vor allem aus ideeller Sicht, denn es geht um die Identifikation mit dem schönsten weltlichen Gebäude unserer Stadt. Darüber hinaus bekommen Mitglieder seit diesem Jahr erstmals eine Jahresgabe.

Vorstandsmitglied Georg Helg, selbst mit Haut und Haaren Förderer des Rathauses, hat einen Band über die Bilder des Hauses verfasst, die den Mitgliedern in den kommenden Tagen zugeht. Genauso wie erstmalig der Mitgliedsausweis, der diverse Vergünstigungen ermöglicht.

Ein echter Markstein wird aber die anstehende Gründung einer Rathaus-Stiftung mit Vorstand und Kuratorium. Zum Jahresende hofft man auf ein Stiftungskapital von knapp zwei Millionen Euro, mit dessen jährlichen Zinserträgen das weitere ehrgeizige Ziele realisiert werden sollen. Davon gibt es reichlich: zum Beispiel die Restaurierung der Rethel-Fresken oder den Bau eines archäologischen Fensters an der Rathausmauer.

Marcel Philipp kann sich dabei der Unterstützung durch die Mitglieder sicher sein, denn bei der Wahl des neuen Vorsitzenden (siehe Zusatzbox) blieben sämtliche Hände bei Enthaltung und Gegenstimme unten. Ein Ergebnis, das er - so Linden scherzhaft - an dieser Stelle im Ratssaal nie mehr erzielen wird...
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert