Judith C. Vogt vollendet ihre Trilogie „Aus der Tiefe“

Von: Kristina Toussaint
Letzte Aktualisierung:
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Präsentieren im Ammianus-Verlag den dritten Teil der Trilogie „Die Geister des Landes“: Die Aachener Autorin Judith C. Vogt und ihr Verleger Michael Kuhn. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Mit „Aus der Tiefe“ legt Judith C. Vogt den dritten Band der Reihe „Die Geister des Landes“ vor. Darin gelingt ihr erneut die gekonnte Verknüpfung von regionalen Mythen mit aktuellen politischen Problemen. Die in der heutigen Zeit in dieser Region spielenden Abenteuer von vier Jugendlichen ermöglichen Lesern ab 13 Jahren einen Zugang zu Sagen, die kaum noch erzählt werden.

Die vier Schüler Dora, Fiona, Edi und Gregor haben im ersten und zweiten Teil der Trilogie bereits einiges durchgemacht: Wie in Fionas Träumen erwachen auch in der Realität längst vergessene Wesen zum Leben, als ein Konzern beginnt, in der Gegend nach neuen Methoden zur Energiegewinnung zu suchen.

Neben ihrem Kampf gegen die fremdartigen Gestalten wie kopflose Juffern und Hinzenmänner werden die Freunde auch von gesichtslosen Anzugträgern gejagt, die ihnen ihr Gedächtnis nehmen wollen. Die Pest und herumstreunende Werwölfe machen das Chaos perfekt. Können die gerufenen Geister im finalen Teil der Trilogie wieder unter Kontrolle gebracht werden? Wie das Ganze ausgeht, soll an dieser Stelle aber nicht verraten werden.

Liebe zur regionalen Geschichte

Ihre Liebe zur regionalen Geschichte und zum Mystischen hat Vogt, selbst ein Kind der Eifel, bereits in ihren vorherigen Romanen ausgelebt. Seit 2011 veröffentlicht die in Aachen wohnende Autorin Romane. Viele davon sind in Zusammenarbeit mit ihrem Mann Christian Vogt entstanden. Für „Die zerbrochene Puppe“ erhielt das Schriftstellerpaar 2013 den Phantastikpreis für den besten deutschsprachigen Roman.

Auf Entdeckungsreisen durch die Eifel war Vogt fasziniert von der Verbindung zwischen historischen Stätten wie dem Tempelbezirk von Varnerum bei Kornelimünster mit Sagen und Mythen. Sie entdeckte, dass die regionalen Geschichten in der aktuellen Literatur kaum vertreten sind. „Und es ist ja auch nicht so, dass meine Oma mir früher Eifelsagen erzählt hätte“, so die Autorin.

Dabei seien diese so zahlreich: „Selbst mein Heimatort Langenbroich zählt nur 100 Einwohner, hat aber eine eigene Sage!“ Mit dem Dreiteiler „Die Geister des Landes“ möchte Vogt die Mythen der Region am Leben erhalten. Mit zahlreichen popkulturellen Verweisen, den humorvoll erzählten Abenteuern der vier „Nerds“ und dem Bezug zu modernen Problemen wie dem Umweltschutz schlägt sie eine Brücke für Leser aller Altersgruppen.

Der dritte Teil, „Aus der Tiefe“, ist wie Band Eins und Zwei („Das Erwachen“ und „Gesichtslos“) im Aachener Ammianus-Verlag erschienen und seit vergangener Woche im Handel erhältlich.

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