Kerkrade - Jordi Bitlloch eröffnet die Konzertreihe Orpheo

Jordi Bitlloch eröffnet die Konzertreihe Orpheo

Von: Sebastian Dreher
Letzte Aktualisierung:

Kerkrade. Eine beeindruckende Kulisse und ein viel versprechender Musiker - beste Voraussetzungen für das erste Konzert der Reihe Orpheo, die im Rahmen der Euriade 2010 jungen Künstlern ein Podium bietet.

Zu Gast in der Abtei Rolduc war der junge Pianist Jordi Bitlloch, der momentan an der Universität der Künste Berlin bei Professor Pascal Devoyon studiert. Die Einladung zur Euriade erfolgte nicht zuletzt wegen Bitllochs zweiten Preises bei der Beethoven Competition in Bonn 2009.

Bitlloch begann sein Konzert mit der Sonate op. 1 h-Moll von Alban Berg. „Dies ist nicht das erste Stück, das Berg geschrieben hat, aber das erste, das er für so gut befunden hat, es in seine Werkliste aufzunehmen”, sagte der Künstler.

Sehr konzentriert und zurückhaltend näherte er sich den ersten Akkorden, ging dann jedoch mehr und mehr in der teilweisen extremen Chromatik auf. Hohe spielerische Klasse bewies er beim Wechselspiel der dynamischen Sprünge innerhalb des Stücks.

Ein Hauch südländisches Flair

Nach der Sonate F-Dur op. 10 von Ludwig van Beethoven, in der Bitlloch ganz abgeklärt die verspielten Melodien und schnellen Motive meisterte, widmete sich der Sohn eines katalanischen Vaters und einer französischen Mutter einem Stück des spanischen Komponisten Isaac Albniz: „El Albaic’n” aus der Suite „Iberia”.

Ein Hauch südländischer Atmosphäre wehte durch den Raum, als Bitlloch den Zuhörern vorab das Leitmotiv des Stücks - von Albniz der „Zigeuner” genannt - und den Kontrast erläuterte, den die verschiedenen Wendungen erzeugen. Nach der Pause erfreute der Künstler sein Publikum noch mit der wunderschönen Sonate fis-Moll op. 2, die Johannes Brahms seinerzeit der befreundeten Clara Schumann widmete.

Überaus herzlicher Applaus am Ende. Jordi Bitllochs Konzert war ein erfolgreicher und würdiger Auftakt der Orpheo-Reihe.
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