Jonas schlägt Paul und Standesamt meldet Heiratsboom

Von: Robert Esser
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Stolz auf imposante Wachstumszahlen: Lothar Linden, Leiter des Standesamtes. Foto: Schmitter

Aachen. Jonas verdrängt Paul von Platz eins auf Rang fünf, Marie behauptet die Spitzenposition vor Maria und Sophia. Die Rangliste der beliebtesten Vornamen bei neugeborenen Jungen und Mädchen des Jahres 2016 – erstellt vom Aachener Standesamt auf Anfrage der Aachener Zeitung – offenbart einige Überraschungen.

Darunter auch diese: „Nachdem wir bei den Geburtsbeurkundungen im Jahr 2015 bereits im Vergleich der letzten zehn Jahre mit 3035 einen Höchstwert erreicht hatten, wurde diese Zahl im Jahr 2016 nochmals übertroffen – und sogar mit fast sieben Prozent Steigerung sehr deutlich“, erklärt Standesamtschef Lothar Linden. 3239 Babys zählte Linden in Aachen vergangenes Jahr. Im Zehnjahresvergleich entspricht dies einer Steigerung von 24 Prozent.

Ein deutliches Plus registriert das Standesamt allerdings gleichzeitig bei den Sterbefällen. Beurkundet wurden im Jahr 2016 exakt 3326 – immerhin ein Wachstum von 14 Prozent gegenüber dem Jahr 2007.

Einen Boom erfährt die Kaiserstadt in Sachen Hochzeiten. Es gibt einen regelrechten Trauungstourismus Richtung Westzipfel. 1453 Ehen (davon 27 Lebenspartnerschaften) wurden in Aachen vergangenes Jahr geschlossen, immerhin fast fünf Prozent mehr als im Vorjahr und 21 Prozent mehr als vor zehn Jahren.

„Allein 274 Paare ohne Wohnsitz in Aachen sind zur Eheschließung eigens in unsere Stadt gekommen“, freut sich Linden. „Das ist eine immense Quote von fast 19 Prozent aller hier durchgeführten Trauungen.“ Ob dies an der Qualität der Trauungen selbst, den schönen Räumlichkeiten in Standesamt, Rathaus, Couven-Museum etc., dem vielfältigen Angebot an Freitagen und Samstagen oder auch dem Angebot, bis zu einem Jahr im Voraus einen Eheschließungsort reservieren zu können, liegt, ist schwer zu sagen.

„Fest steht jedoch, dass wir allein 479 Termine außerhalb der üblichen Öffnungszeiten, also am Freitagnachmittag beziehungsweise an Samstagen durchgeführt haben. Durch unsere regelmäßigen Samstagsangebote an verschiedenen Standorten, teilweise auch parallel, konnten wir im vergangenen Jahr allein 328 Samstagstermine den Paaren anbieten, eine wohl einmalige Quote“, sagt Linden.

Mit den Angeboten am Freitagnachmittag im Weißen Saal des Aachener Rathauses bedeuten diese 479 Termine 33 Prozent aller 1453 Ehen und Lebenspartnerschaften 2016. Jedes Jahr ist übrigens der Dezember – diesmal mit 197 Trauungen – der stärkste Heiratsmonat, gefolgt von August (183) und September (166).

All diese frisch gebackenen Ehepaare können sich nun – in weiser Voraussicht – in die Vornamensstatistik des Aachener Standesamtes vertiefen. Bei den Mädchen sind die Luisa, Leonie, Luise, Emily und Lotta neu in die Top 20 aufgestiegen; bei den Jungs schafften Julius, Jonathan, Lukas, Christian, Finn, Oskar und Adam den Sprung nach vorne. Und Karl! Auf den Namen des kaiserstädtischen Stadtpatrons „hören“ seit 2016 genau 17 Neugeborene. Knapp halb so viele wie auf Spitzenreiter Jonas.

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