Aachen - Job bei Verdi: Mathias Dopatka legt Ratsmandat nieder

Job bei Verdi: Mathias Dopatka legt Ratsmandat nieder

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
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„Das ist mir sehr schwer gefallen”: SPD-Ratsherr Mathias Dopatka legt sein Mandat nieder.

Aachen. Es gibt nicht wenige in lokalpolitischen Kreisen, die ihn als kommenden OB-Kandidaten der SPD auf der Liste hatten. Kein Wunder: Mathias Dopatka ist als junger Ratsherr nicht nur sehr engagiert, sondern hat rasch auch verantwortungsvolle Posten übernommen.

So ist der 30-Jährige, der seit 2009 im Rat sitzt, schulpolitischer Sprecher seiner Fraktion. Bei der Kommunalwahl war er einer von nur vier Sozialdemokraten, die ihren Wahlkreis direkt gewannen. Zudem ist er Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Ost, Leiter des Arbeitskreises Schule, Beisitzer im Unterbezirksvorstand, Mitglied im Arbeits-, Wirtschafts- und Wissenschaftsausschuss, im Schulausschuss, in der Sparkassen-Verbandsversammlung und im Kreispolizeibeirat.

Unter ihm als Juso-Vorsitzendem wurden steigende Mitgliederzahlen verzeichnet. Und „nebenbei” hat er seinen Magister in Wirtschaftsgeographie gemacht und arbeitet an seiner Promotion. Und nun das: Mathias Dopatka wird bei der kommenden Ratssitzung sein Mandat niederlegen.

Der Grund für den Rückzug ist nicht etwa interner Streit. Vielmehr zieht der Ratsherr diese Konsequenz, nachdem er einen neuen Job angetreten hat. Bei der Gewerkschaft Verdi ist er jetzt Sekretär. Für ihn ein „Traumjob”, wie er sagt. Und als solcher ist er zuständig für 44 Kommunen zwischen Heinsberg und Rhein-Erft-Kreis, Düren und der Städteregion. Also auch für Aachen. Das könnte zu Interessenkollisionen mit seinem politischen Mandat führen, erklärt Dopatka.

Die Entscheidung sei ihm alles andere als leicht gefallen: „Das war sehr schwer für mich”, sagt der 30-Jährige. Als er sich 2009 für die Ratskandidatur entschieden habe, habe er dies auch mit voller Kraft verfolgt.

Damals habe er „aber nicht im Traum daran gedacht, dass mir irgendwann ein solcher Job angeboten werden könnte”. Es tue ihm auch Leid für seinen Wahlkreis Adalbertsteinweg, „der wirklich nicht auf Rosen gebettet ist”. Und in der Fraktion habe er sich „extrem wohl gefühlt”. Politisch aktiv bleiben will Dopatka allerdings schon. So etwa als Ortsvereinsvorsitzender. Den Menschen in seinem Wahlkreis will er demnächst einen Brief schreiben, um seine Beweggründe zu erläutern.

Über eine Nachfolgeregelung im Rat wird derzeit in der SPD geredet. Auch darüber, wer schulpolitischer Sprecher wird. Mathias Dopatka kann unterdessen immer noch OB werden. Dazu bedarf es schließlich keines Ratsmandats.
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