Richterich - Jetzt wird im Norden kräftig Wind gemacht

Jetzt wird im Norden kräftig Wind gemacht

Von: Günther Sander
Letzte Aktualisierung:

Richterich. Nach den großen Protesten im Süden Aachens gegen den geplanten Windpark im Münsterwald ging es nun im Norden der Stadt, in Richterich, zur Sache.

Teil zwei der städtischen Informationen zum Thema Windkraftanlagen fand in der Peter-Schwarzenberg-Halle statt, auch dort häuften sich die Einwände gegen die nach Meinung der Kritiker „allzu großen Riesenmühlen”. Als mögliche sechs Standorte stehen in Richterich und Laurensberg Flächen an der Horbacher Straße, Vetschauer Weg/Bocholtzer Weg sowie im Bereich Nonnenhof/Schlangenweg zur Disposition.

Keinen leichten Stand hatten Planungs- und Umweltdezernentin Gisela Nacken und Klaus Meiners, stellvertretender Leiter Fachbereich Umwelt, denen der Wind ins Gesicht blies. Nacken und Meiners versicherten, man wolle gut belastbare Ergebnisse erreichen und Wirtschaftsjournalist Jürgen Döschner fügte hinzu, es gebe keinen Standort, der nicht umstritten sei.

Döschner war von der Stadt als neutraler Diskussionspartner eingeladen worden. „Man muss die Bürger anhören, Belästigungen entschärfen und Belastungen so gering als möglich halten”, sagte er unter großem Beifall.

Die Höhe der geplanten Windriesen, die bis zu 185 Meter hoch in den Himmel ragen sollen, stieß immer wieder auf Kritik seitens der Bürger. Unter anderem ging es um die Schlagschatten, die mehr als nur störend empfunden werden.

Wenig Verständnis gab es für Klaus Meiners Aussage, dass die Höhe entscheidend für den Ertrag sei. „Jeder Meter höher zählt, das ist die Entwicklung der Zeit”, meinte er.

Für einige Landwirte sind derzeit vorliegende Gutachten längst nicht mehr haltbar. 185 Meter im Rücken, zu nahe an der Wohnbebauung dran, da sei man schon betroffen. Meiners gab in Sachen Gutachten zu verstehen, sie seien beständig.

Warum nicht andere Standorte? In der Städteregion? „Die hat keine Planungskompetenz, die ist längst noch nicht so weit”, so die Antwort von Gisela Nacken. Der Stadt gehe es darum, Energie zu sparen. Daher sei man auf der Suche nach möglichen Flächen für neue Windkraftanlagen.

Der Gesetzgeber habe klare Vorgaben gemacht, die man einhalten wolle. Nach Investoren brauche man nicht zu suchen, „die rennen uns die Türen ein”, versicherte die Dezernentin.

Nacken trat Gerüchten entgegen, es seien bereits Fakten geschaffen und Beschlüsse gefällt worden. Jürgen Döschner appellierte zum Abschluss: „Es ist sinnvoll, erst zu schauen, wie man die Menschen am wenigsten belasten kann. Dann sollte man weiter vorgehen.”
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