Aachen - Jetzt spüren alle Rückenwind aus Schleswig-Holstein

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Jetzt spüren alle Rückenwind aus Schleswig-Holstein

Von: alp
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Das Ergebnis aus Schleswig-Holstein als Ansporn für den Schlussspurt: Daniela Jansen (SPD).
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Das Ergebnis aus Schleswig-Holstein als Ansporn für den Schlussspurt: Karin Schmitt-Promny (Grüne).
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Das Ergebnis aus Schleswig-Holstein als Ansporn für den Schlussspurt: Ulla Thonnissen (CDU).
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Das Ergebnis aus Schleswig-Holstein als Ansporn für den Schlussspurt: Peter Blum (FDP).

Aachen. Nach der Wahl ist bekanntlich vor der Wahl. Und in diesem Fall liegt dazwischen nur eine Woche. In Schleswig-Holstein haben die Bürger entschieden, kommenden Sonntag sollen sie es in Nordrhein-Westfalen tun. Und auch wenn einige Hundert Kilometer zwischen beiden Bundesländern liegen und die Themen doch in vielen Betreichen anders gelagert sind, so haben beide Wahlen viel miteinander zu tun.

Was bedeutet das Kieler Ergebnis für NRW? Auch Aachener Landtagskandidaten haben ganz genau hingeschaut. Und das Interessante: Egal ob Verlierer oder Gewinner – etwas Positives zieht jeder aus dem Votum in Schleswig Holstein.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz ging das Ergebnis „unter die Haut“, seine Aachener Genossen scheinen das doch erheblich leichter zu nehmen. Kein Dämpfer für die SPD? „Im Gegenteil“, sagt SPD-Kandidatin Daniela Jansen.“ „Ich habe noch am Sonntag viele aufmunternde SMS, Mails und Whatsapp-Nachrichten bekommen.“ Das sporne nochmals an, wirklich um jede Stimme zu kämpfen, sagt die 39-Jährige, die im Wahlkreis Aachen-Süd gegen NRW-Spitzenkandidat Armin Laschet antritt.

„Aufmunternd“ scheint aber zu bedeuten, dass der ein oder andere Genosse schon meint, stimmungsmäßig auf die Sprünge helfen zu müssen. Daniela Jansen will davon nichts wissen. „Die Stimmung ist gut.“ Bis Sonntag werde sie unterwegs sein und „alles in die Waagschale werfen“, um für sich zu werben. Immerhin gelte es, von den rund 40 Prozent Unentschlossenen noch möglichst viele für die SPD zu gewinnen.

Das sagt auch SPD-Parteifreund Karl Schultheis, der im Wahlkreis Aachen-Nord gegen Ulla Thönnissen (CDU) antritt. „Mich spornt das Ergebnis aus Schleswig-Holstein an.“ Er sei zuversichtlich, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht Armin Laschet die Verantwortung übertragen, der noch nicht einmal Verantwortung für verloren gegangene Klausuren übernehmen wolle. Die CDU nimmt diese Wahlkampfrhetorik gelassen hin. „Es zeigt sich doch nach den Wahlen im Saarland und in Schleswig-Holstein, dass der Schulzeffekt schnell verpufft ist“, sagt Ulla Thönnissen.

Der Grund liege auf der Hand: „Das war alles nicht inhaltlich unterfüttert. Und daher verpufft die Wirkung.“ Sie selbst nehme das „sehr gute Ergebnis“ vom vergangenen Sonntag als „absoluten Rückenwind“ mit in die letzten Tage des Wahlkampfes. „Ich bin davon überzeugt, dass der Trend sich in Nordrhein-Westfalen bestätigen wird.“ Feierstimmung auch bei den Liberalen!

„Was glauben Sie, wie wir uns fühlen?“, fragt Landtagskandidat Peter Blum. „Großartig natürlich.“ Selbstverständlich sei das Kieler Ergebnis ein Ansporn für die FDP auch in Nordrhein-Westfalen. Zeige es doch, dass die Liberalen auf die richtigen Themen setzen. „Das stimmt uns sehr zuversichtlich, auch am Sonntag ein sehr gutes Ergebnis erzielen zu können.“ Für die Grünen, deren Prognosen für Sonntag nicht gerade rosig sind, ist das Zahlenwerk aus Schleswig-Holstein offensichtlich Balsam auf die Seele. Sie sei daher „sehr guten Mutes“, am Sonntag punkten zu können, sagt zum Beispiel Direktkandidatin Karin Schmitt-Promny. Es zeige sich, dass die Grünen entgegen vieler Vorhersagen sehr wohl dazu in der Lage seien, Menschen für grüne Politik begeistern zu können.

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