Aachen - Jetzt neu: Markierungen, die kaum jemand versteht

Jetzt neu: Markierungen, die kaum jemand versteht

Von: Sarah Sillius
Letzte Aktualisierung:
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Das Verständnis fehlt: Wie auf dem Foto zu sehen ist, nutzen bislang noch nicht viele Radfahrer im Bereich des Grabenrings die Möglichkeit des „indirekten Linksabbiegens”. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Ein aufgemaltes Fahrrad, darüber ein weißer Pfeil nach links, das Ganze umrundet von einer gestrichelten Linie. Diese neuen Markierungen sind seit rund drei Wochen im Bereich des Grabenrings zu finden.

Doch was sollen die Bemalungen dem Radfahrer sagen? Bislang kreisen viele Radfahrer noch etwas ahnungslos um die Markierungen herum, anstatt sie zu nutzen - was auch nicht verboten ist.

Denn: Es handelt sich hierbei um das „indirekte Linksabbiegen”, sozusagen ein freiwilliges Angebot für jeden Radfahrer. „Es ist eine Möglichkeit für alle, die sich nicht trauen, direkt nach links abzubiegen. Sie können in der Markierung stehen bleiben, auf das Grün der Fußgänger warten und zusammen mit ihnen die Straße überqueren, erklärt Axel Costard, Pressesprecher der Stadt auf Anfrage unserer Zeitung.

Was sagen die Radfahrer zu der Idee? Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hält die neuen Straßenmarkierungen für sinnvoll. „Wir waren in die Planung involviert und befürworten das Ganze”, sagt Monika Volkmer vom Aachener ADFC.

Sicherheit im Blick

Sie hat dabei vor allem die Sicherheit der Radfahrer im Blick. Die Sicherheit derer, die sich etwas schwieriger im Stadtverkehr zurechtfinden: solche, die nicht so häufig mit dem Rad in der Stadt unterwegs sind, oder Senioren. Anfang November will die Stadt Aachen sich noch einmal offiziell zum indirekten Linksabbiegen äußern, damit alle Radfahrer über den Nutzen der neuen Maßnahme informiert sind.

Auch der ADFC will das indirekte Linksabbiegen bald auf seiner Internetseite bekannt machen.
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