Aachen - Jetzt freut sich Heribert August auf seine „Erntezeit”

Jetzt freut sich Heribert August auf seine „Erntezeit”

Von: Hans-Peter Leisten
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Zwischen Kruzifix und Pfarrkir
Zwischen Kruzifix und Pfarrkirche: Heribert August gibt die Leitung in St. Gregor ab und widmet sich wieder mehr der Seelsorge. Foto: Schmitter

Aachen. Irgendwann ist Erntezeit im Leben. Auch wenn jahreszeitlich der Sommer noch nicht angebrochen ist und sich Heribert August mitnichten im Herbst seines Lebens befindet, ist für ihn die Erntezeit offensichtlich gekommen.

Dies bestätigen ihm auf indirekte Art die Gemeindemitglieder fast täglich. Immer dann, wenn sie ihrem Pastor sagen: „Was sollen wir denn ohne Sie machen?” Auch wenn die Gemeindemitglieder im Grunde ruhig bleiben können, weist diese Frage doch unweigerlich auf den bevorstehenden Ruhestand von Heribert August hin. Ende September gibt der Geistliche die Leitung der Gemeinde St. Gregor von Burtscheid ab. Und dann kann er - so dürfen die Fragen der Gemeindemitglieder interpretiert werden - die Ernte seines geistlichen Schaffens einfahren.

„Noch ist mir das Ganze nicht so richtig bewusst”, gesteht der 65-Jährige und gibt freimütig zu, dass man sich gerade einen solchen Schritt doch ganz bewusst machen müsse. Nichtsdestotrotz: Organisatorisch hat er längst die Weichen gestellt. Seine Nachfolge ist geregelt, die Großgemeinde ist wirtschaftlich für die Zukunft gerüstet - und vor allem wird der Geistliche mitnichten aus dem Gemeindebild verschwinden.

30 Jahre lang hat er Weichen gestellt, das äußere wie innere Bild gestaltet und die Integration der verschiedenen Teile vorangetrieben. Denn in diesen 30 Jahren hat sich die Struktur gewaltig verändert. Zu St. Michael mit St. Aposteln und St. Johann mit der Marienkapelle kamen Herz Jesu und zuletzt St. Gregorius hinzu - alles zusammengefasst unter dem neuen Namen St. Gregor von Burtscheid.

Ab Oktober bildet Pfarrer Frank Hendriks dann die Doppelspitze mit Pfarrer Thomas Faltyn. Der seinerseits jüngst im Pfarrbrief klar ausdrückte: „In Zeiten, in denen unserem Bistum immer weniger Priester zur Verfügung stehen, grenzt es schon beinahe an ein Wunder, dass wir hier in unserer Pfarrgemeinde...einen sehr fähigen und klugen Seelsorger hinzugewinnen werden.” Das sieht Heribert August genauso. Denn so weiß er genau den Part in besten Händen, den er mit der Leitung der Pfarre abgeben wird: die Führung des Kirchenvorstands, die Administration, Bauprojekte, Gremienarbeit, Ausschüsse und viele andere Aufgaben, die zwangsläufig mit vielen Pflichtterminen verbunden sind.

Was bleibt? „Eine ganze Menge”, versichert August und nennt zunächst die Seelsorge. Da zu sein für die Menschen und ihre Sorgen. Denn das sei in den vergangenen Jahrzehnten zwangsläufig zu kurz gekommen. Und zudem bleiben auch noch mehrere Leitungsfunktionen, die Heribert August beibehält. Dies macht er trotz der angeschlagenen Gesundheit - was im Übrigen der Grund für seinen Abschied „bereits” mit 65 Jahren ist - weiter mit Freude. Zum Beispiel den Vorsitz der Katholischen Stiftung Marienhospital. Ende des Jahres wird August sicherlich erneut für vier Jahre in dieser Funktion bestätigt. Auch die Verantwortlichen des KKV Aquisgrana e.V. brauchen auf Augusts Ratschläge nicht verzichten. Und auch sein Engagement in Sarajewo, wo er Domkapitular an der dortigen Basilika ist, ist noch nicht beendet. Das Licht muss noch verbessert werden, die Orgel renoviert. Und auch die persönlichen Freundschaften werden weiter leben.

St. Gregorius renovieren

Einen Wunsch hat er noch für die Zeit der Gemeindeleitung: In seiner Amtszeit wurde jede Kirche renoviert, bis auf St. Gregorius, das erst zuletzt zum Pfarrverbund hinzukam. „Die Kirche möchte ich noch von innen renovieren lassen.” Das Ergebnis kann er sich dann gelassen ansehen. Denn Heribert August wird nicht nur im Schatten von St. Michael wohnen bleiben. Er bleibt auch im übertragenen Sinne in St. Gregor von Burtscheid präsent.
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