Jeden Tag tauchen 75 neue Schlaglöcher auf

Von: Robert Esser
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Katastrophaler Zustand: Der nach Frostschäden extrem aufgerissene Boxgraben soll nach Auskunft der Stadt nicht kurzfristig ausgebessert werden - hier gilt jetzt Tempo 20. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Der Weg ist das Ziel: Ganz buchstäblich leitet diese Weisheit die Kolonne, die Aachens Bürgersteige und Straßen in Schuss halten soll. Doch nach dem enorm frostigen Winter platzen und reißen jetzt immer mehr Schlaglöcher auf.

Teils sind ganze Straßenzüge derart zertrümmert, dass der Stadtbetrieb mit dem Flicken der Schäden nun gar nicht mehr nachkommt.

Bis zu 75 Asphaltlücken stopft die städtische Reparaturtruppe angeblich - jeden Tag. „Das ist mehr als doppelt so viel wie im Sommer”, sagt Axel Costard von Presseamt.

Trotzdem scheint kurzfristig sogar für einige besonders in Mitleidenschaft gezogene Straßenabschnitte keine Ausbesserung in Sicht, wie die Stadt auf Anfrage der Aachener Zeitung mitteilte.

Am unteren Boxgraben, kurz vor der Lagerhausstraße, ist der Asphaltbelag beispielsweise besonders extrem abgesprengt. Darunter bröckelt uraltes Kopfsteinpflaster, das auf einer Strecke von mehreren Wagenlängen seit mehr als einem Monat durchbricht.

Bis zu 20 Zentimeter tief reichen Risse und Löcher zuweilen - ebenso auf der Jakobstraße, der Theaterstraße. Pflaster, Asphalt und Gehsteigplatten - übers ganze Stadtgebiet verteilt - sind betroffen.

„Wenn das so weitergeht, fehlt im Laufe des Jahres das Geld an anderer Stelle”, ließ der Stadtbetrieb bereits vor anderthalb Wochen verlauten. Und da lag noch Schnee; erst jetzt wird das dramatische Gesamtausmaß der Frostschäden sichtbar. Welche Mehrkosten diese Straßenkosmetik dieses Jahr für die Stadtkasse verursacht, ließ die Verwaltung auch am Montag offen.

Fünf sogenannte Straßenbegeher patrouillieren indes ganzjährig durch die Kaiserstadt. Jeder von ihnen meldet laut Presseamt zurzeit etwa 15 Straßenschäden pro Tag.

Um Schäden an Autos und Unfälle Boxgraben aufgrund der gefährlichen Schäden zu vermeiden, hat die Stadt dort ein Tempolimit von 20 Stundenkilometern angeordnet. Erst in der nächsten Sitzung des Mobilitätsausschusses am 11. März will man sich mit der Holperstrecke befassen.

Dann könnte die Politik die umfassende Sanierung dieses Grabenstücks angehen. Die war ursprünglich ohnehin für 2010 geplant - so die finanziellen Mittel verfügbar sind. Und auf diesem Weg ist die Politik noch lange nicht am Ziel.
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