Jecker Ball: Mal wieder nur Kappes im Kopf

Von: Svenja Pesch
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„Et muss witzisch sein“: Zum dritten Mal lädt das närrisch-anarchistische „Kappesball“-Ensemble ab Ende Januar zum turbulenten Rundumschlag im Zeichen des etwas anderen Karnevals. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Nach monatelanger Abstinenz fand sie nun wieder Gehör: die Stimme des Urvaters des Kappesballs. Meikel Freialdenhoven selbst eröffnete in närrisch ernstem Ton die Pressekonferenz anlässlich des Kappesballs im Januar. Viel gab es zu berichten, wobei die Quintessenz natürlich gleich bleibt: „Et muss witzisch sein.“

Dass der dritte Kappesball mittlerweile auch über die Aachener Grenzen hinweg bekannt ist, liegt vor allem an dem grandiosen Programm, wie Thorsten Neumann in der Funktion des Pressesprechers in der fast vollen Kappertzhölle mit einem Augenzwinkern erzählte: „Unser Ensemble hat sich auch dieses Jahr nicht wirklich verändert. Wir müssen nur leider erwähnen, dass sich das Wall Street Theatre verabschieden musste. Es geht zurück nach Großbritannien, da dieses Land als humoristisches Herkunftsland gilt. Dafür kommt das Duo Diagonal, welches zwar kein Öcher Eigengewächs ist, aber dennoch bekannt ist für gute Comedy.“

Und sonst? Was gab es noch zu berichten, wenn schon die internationalen Medien extra angereist sind? Da war beispielsweise die Frage, wie viel Strunx denn noch im Kappes steckt. Freialdenhoven und Neumann schauten sich an. Dann fiel ihr Blick auf den überdimensionalen Kohlkopf, den Kappes eben. Die Antwort erübrigte sich.

Und für diejenigen, die dem Kappesball in der närrischen Zeit bisher noch keinen Besuch abgestattet haben, für die hatte Michael Dannhauer in närrisch-spießigem Präsidentenkostüm der fiktiven „KG löstige Semmelbrösel“ noch die entscheidenden Argumente für einen Besuch der Sitzung auf Lager: „Ein Stützstrümpfen-Ballett oder ein sich ziehender Einmarsch aller Vereinsmitglieder sowie der Sonnenschein eines jeden Vereins – ein Tanzmariechen namens Nikki oder Jenny – all das gibt es in traditionellen und veränderungsresistenten Karnevalsvereinen.“

Beim Kappesball hingegen ist es nicht nur alternativ, sondern auch traditionell traditionslos und mitunter richtig böse, wenn die selbst auserkorene Öcher Nummer 1 zwischen dem Annutiaten- und Oberforstbach alles gibt. Ohne Elferrat, ohne Büttenredner und ohne Tanzmariechen.

Stattdessen stehen selbst ernannte „Kleinkunsthuren“ auf der Bühne. Auch die traditionelle Aftershowparty sowie Auftritte von „Hoppla, das Duo“ oder der Band „The Four Shops“ dürfen natürlich nicht fehlen.

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