Jeck auch nach den närrischen Zeiten

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
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Sie wissen, wie man Stimmung macht: Die Marktweiber der Oecher Penn begeisterten im Eurogress. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Kokett und lebensfroh ihre Schirmchen drehend hielten die Marktweiber der Stadtgarde Oecher Penn Einzug in den Europasaal des Eurogress. „Vür sönd die löstelije Wiver vajjen Maat“ sangen sie dazu und 1400 Fraulü jubelten ihnen zu.

Mittfasten war angesagt, das die Gastgeberinnen vor 31 Jahren erstmals mit einem Kaffeekränzchen feierten, das inzwischen längst zur „Damensitzung“ avancierte und von Penn-Kommandant Jürgen Brammertz als ein „närrisches Event mit Kultcharakter“ geschätzt wird.

Hömmele va Mannslü waren für ein vierstündiges Programm engagiert worden. Ansonsten gab es neben der beschwingten Sitzungskapelle „Loss john“ nur noch den diensteifrigen Oberkellner vom Serviceteam, der Zutritt in das Reich der Fastelovvend hungrigen Wiver erlangt hatte.

Das Sagen auf der Bühne hatte als Moderatorin das redegewandte Obermarktweib Renate Juchems, die auch die Choreographie und Einstudierung für den Klompentanz der Marktweiber erarbeitet hatte. Sie erwiesen sich einmal mehr als Allroundtalente, mussten sie sich aber einem „Härtetest in Plattkenntnissen“ unterziehen.

Kaum hatte das mitreißende Trompeterkorps Eefelkank: „Ja, wenn das Trömmelche geht“ für „die Mädels“ angestimmt, hielt es kaum noch Eine auf den Stühlen. Alle sangen mit und schwenkten die Arme dazu. Mit tosender Begeisterung wurde die Rednerin Frieda Braun aus dem Sauerland gefeiert, die das Technikwunder der Entwicklung des „lieben, alten Telefons“ zum i-Pad beleuchtete und den Zuhörerinnen unter Beifall mit auf den Weg gab: „Nicht vergessen, schauen Sie sich auch mal ins Gesicht“.

Die kunterbunte Kindertanzgruppe der KG Ulk aus Kelmis überzeugte mit ihren artistischen Viererpyramiden ebenso wie später auch die große Tanzgarde der Grün-Weißen Funken von Zippchen. Mit Gesang und Tanz überzeugte ebenso die aparte Musical Key Company, während die Wiver bei Blom und Blömcher mit Kölschen Tön und ihrem Hit: „Die Ente kriegt jetzt Alimente“ ausrasteten. De Boore brachten mit „Chalala“ und nicht zu bremsendem Temperament den Saal weiter zum Kochen, während die Marktweiber auf der Bühne zu ihren Rhythmen tanzten. Zu stürmischen Zugaberufen und Lachen provozierte in Hochform Jürgen Beckers.

Knacki Deuser als Comedian schließlich gelang trefflich der Spaghat zwischen humoristischer Analyse der „Silver-Surfer ab 80“ und gekonntem Stepptanz als Zugabe in den Klompen der Penn-Marktweiber.

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